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am 12. Februar 2014

"GmbH light" soll bleiben!

- Wir Grüne sind mit den von der Regierung angekündigten Änderungen im Steuerpaket die "GmbH light" betreffend alles andere als zufrieden. Wir werden daher einen Abänderungsantrag im Finanzausschuss einbringen. Denn: die "GmbH light" muss erhalten bleiben!

Für nur 10.000 statt 35.000 Euro Mindeststammkapital eine GmbH gründen: was noch im Sommer letzten Jahres als Erleichterung für ExistenzgründerInnen eingeführt wurde, will die Bundesregierung heuer wieder teilweise rückgängig machen. 

Das wollen wir Grüne gemeinsam mit den anderen Oppositionsparteien verhindern. Denn die GmbH-Reform vom Juli 2013 ist eine gute Sache, weil diese Firmenneugründungen erleichtert.

Kogler und Plass zur GmbH light.
Werner Kogler und Volker Plass plädieren für die "GmbH light"

"Marscherleichterung zum Klippensprung"

Die beste Lösung wäre, wenn die GmbH light so bleibt, wie sie derzeit noch ist, meint unser Wirtschaftssprecher Wener Kogler: "Um dies zu retten, wird es einen Antrag geben." Mit den nun angekündigten Änderungen sind wir Grüne nicht zufrieden, der "Haupteffekt" der positiven Regelung vom Vorjahr werde "zerstört". Die Änderungen bezeichnet er daher auch lediglich als "Marscherleichterung zum Klippensprung".

„Es geht aufs böse Ziel, nur der Pfad dorthin ist ein bisschen erleichtert. Am Schluss muss man trotzdem von der Klippe springen. Das ist kein Erfolg.“
Werner Kogler, Finanzsprecher

"GmbH light" muss bleiben!

Lichtenecker/Köchl: UnternehmerInnen brauchen endlich Rechtssicherheit. Das Grüne Modell des Gewinnfreibetrags entlastet 90 Prozent der Selbstständigen

"Der vom Wirtschaftsbund am 12. Februar angekündigte Kompromissvorschlag ist für Unternehmen wenig hilfreich. Für uns Grüne ist klar, die 'GmbH Light' muss in ihrer alten Form bestehen bleiben. Denn UnternehmensgründerInnen brauchen Rechtssicherheit und dürfen nicht alle acht Monate mit veränderten Rahmenbedingungen vor den Kopf gestoßen werden. Angesichts des morgigen Finanzausschusses, plädieren wir Grüne daher wiederholt dafür, dass das Stammkapital für FirmengründerInnen dauerhaft auf 10.000 Euro reduziert wird", betont Ruperta Lichtenecker, unsere Wirtschaftssprecherin.

Verdoppelung des investitionsfreien Freibetrags

"Auch die angekündigte Einschränkung des investitionsbedingten Gewinnfreibetrags können wir Grüne nicht mittragen. Wir Grüne treten stattdessen für die Verdoppelung des investitionsfreien Freibetrags von 30.000 auf 60.000 Euro ein, bei gleichzeitigem Entfall sämtlicher Investitionsverpflichtungen in begünstigte Wertpapiere. Dazu haben wir am 29. Jänner einen Antrag im Parlament eingebracht", so Matthias Köchl, unser Sprecher für Selbstständige und Ein-Personen-Unternehmen der Grünen. Mehr lesen ...

„UnternehmensgründerInnen brauchen Rechtssicherheit und dürfen nicht alle acht Monate mit veränderten Rahmenbedingungen vor den Kopf gestoßen werden.“
Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin

FINANZIERUNGSSITUATION FÜR Kmu und EPU dringend verbessern!

Lichtenecker: Innovative Finanzierungsmodelle dürfen nicht länger an SPÖ/ÖVP-Blockade scheitern.

"Die Regierung muss bei der Verbesserung der Finanzierungssituation von Unternehmen und Start-ups endlich aktiv werden", sagt Ruperta Lichtenecker, unsere Wirtschaftssprecherin, und ergänzt: "Die Finanzierungssituation für Klein- und Mittelbetriebe ist nach wie vor sehr angespannt. Es gibt sehr fundierte Reformvorschläge – unter anderem von uns Grünen, von der Jungen Wirtschaft und von Heini Staudinger (GEA). Es ist lange genug diskutiert worden. Jetzt muss gehandelt werden".

"Die Verbesserung der Finanzierungssituation für Unternehmen und die Chance auf die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen dürfen nicht auch in der neuen Legislaturperiode an der gegenseitigen SPÖ/ÖVP-Blockade scheitern. Crowdfunding und Finanzierungsmodelle mit BürgerInnenbeteiligung etwa zur Stärkung von KMU und der regionalen Wirtschaft sowie zur Umsetzung der Energiewende – müssen einfach, kostengünstig und rechtssicher für alle Beteiligten ermöglicht werden. Das ist ein zentraler Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreich", betont Lichtenecker.

„Die Regierung muss endlich handeln! Wir Grüne haben bereits 2013 einen Antrag zu Crowdfunding und Bür­ger­Innen­be­tei­li­gungsmodelle eingebracht.“
Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin
Verbesserung der Rahmenbedingungen für EPU und Selbstständige

Köchl und Lichtenecker: Gewinnfreibetrag zukünftig ohne Aktienkaufzwang – Automatische Steuerentlastung bis zu 1.685 Euro.

"Wir wollen einen automatischen Gewinnfreibetrag bis zu 60.000 Euro Jahresgewinn", sagt Matthias Köchl, unser Sprecher für Selbstständige, und ergänzt: "Diese Verdoppelung des Grundfreibetrages schafft eine unbürokratische Entlastung für den Großteil aller Selbstständigen und wir befreien die Unternehmerinnen und Unternehmer vom Aktienkaufzwang". Mehr lesen ...

Finger weg von der "GmbH light"!

Lichtenecker: UnternehmerInnen brauchen Rechtssicherheit, Planbarkeit und bessere Rahmenbedingungen.

"Der Zick-Zack-Kurs der Regierung in Sachen GmbH-Reform ist unverständlich und verunsichert viele UnternehmerInnen, die sich auf die seit Juli 2013 geltende Rechtslage verlassen haben. Es kann nicht sein, dass innerhalb weniger Monaten das Gesellschaftsrecht zweimal entscheidend geändert wird. Wir Grüne unterstützen den Ruf vieler UnternehmerInnen, die "Gmbh light" in dieser Form beizubehalten und fordern die Regierung auf, den wichtigen Standortfaktor Rechtssicherheit nicht leichtsinnig zu verspielen", betont Ruperta Lichtenecker. Mehr lesen ...


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