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am 14. Dezember 2015

Wiener Hauptbahnhof: Nach Fahrplanwechsel drohen Engpässe

Georg Willi - Der zu klein dimensionierte neue Hauptbahnhof in Wien und der neue ÖBB-Fahrplan bringen für Bahnreisende und PendlerInnen zahlreiche Nachteile.

Westbahnhof wird zum "Regionalzugs-Bahnhof"

Seit 13. Dezember fahren Fernverkehrszüge der ÖBB aus Richtung Westen nicht mehr den Westbahnhof sondern den Wiener Hauptbahnhof an. Der Wechsel der Bahnhöfe könnte zu Engpässen führen. Denn die Station ist zu knapp dimensioniert. Und: PendlerInnen müssen längere Wege in Kauf nehmen.

Der Westbahnhof wird zum "Regionalzugs-Bahnhof" degradiert. "Der Hauptbahnhof muss zusammen mit dem Bahnhof Wien-Meidling alle ÖBB-Fernreisenden Ost-West und Nord-Süd und den gesamten Regionalverkehr vom Süden stemmen. Damit das irgendwie funktioniert, bringt die Rochade am kommenden Fahrplanwechsel-Wochenende vielen Bahnreisenden gravierende Nachteile", warnt unser Verkehrssprecher Georg Willi.

Mehr Verspätungen …

"Ein kleines Zahlenspiel zeigt, wie eng es am Hauptbahnhof wird, obwohl von den seinerzeit angekündigten 1.100 Zügen nur 900 fahren: Der alte Süd- und Ostbahnhof hatte 19 Bahnsteige, der Westbahnhof hat elf. Künftig müssen zehn Gleise zusammen mit zwei unterirdischen Bahnsteigen den gesamten Fernverkehr und den bisherigen Regionalverkehr abwickeln. Das Risiko von Verspätungen wird massiv steigen", kritisiert Willi.

… und "Umsteigzwänge" durch zu kleinen hauptbahnhof

Auch BahnpendlerInnen haben es leider "komplizierter statt besser" - da etwa Pendlerzüge aus dem westlichen Niederösterreich länger als bisher unterwegs sind. Durch die geänderte Route entstehen auch neue "Umsteigzwänge" im Süden oder in St. Pölten.

Wir Grüne sind überzeugt, dass der Hauptbahnhof so klein wie möglich dimensioniert wurde, um möglichst viele Grundstücke der "entsprechenden Lobby" zuführen zu können.

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