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am 26. Februar

Alte Diesel-Autos oder Kinder-Lungen: was ist wichtiger?

Werner Kogler, Die Redaktion - Grünes Licht für das Diesel-Fahrverbot in Deutschland: Das Bundesverwaltungsgericht erlaubt den Städten Fahrverbote für alte Diesel-Autos. Aber was ist mit Österreich, wo die Abgas-Grenzwerte auch regelmäßig überschritten werden?

Kinder mit Mundschutz
„Schwarz-Blau ist von der Diesel- und LKW-Lobby unterwandert. Für uns sind gesunde Kinder-Lungen wichtiger als alte Gift-Motoren. Also: Menschenschutz statt Autoschutz!“
Werner Kogler, Grüner Bundessprecher

Zumindest in Deutschland können die Menschen endlich aufatmen: ab sofort sind Diesel-Fahrverbote in Städten mit dicker Luft erlaubt. Das hat das Bundesverwaltungsgericht jetzt entschieden. Danach haben Städte das Recht, Strecken mit besonders hoher Luftbelastung für Diesel-Fahrzeuge zu sperren, wenn die Luft nicht anders sauberer wird. Immerhin werden in mehr als 70 deutschen Städten die Grenzwerte an giftigen Abgasen wie Stickoxid regelmäßig überschritten – mit tödlichen Folgen für die Gesundheit, insbesondere für Kinder und alte Menschen.

1.200 Tote in Österreich – pro Jahr

Rund 2,8 Millionen Dieselfahrzeuge gibt es in Österreich. Dieselfahrzeuge verursachen giftige Abgase. Darunter Stickoxide, die Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorrufen. Allein in Österreich sterben jedes Jahr 1.200 Menschen an Diesel-Stickoxiden. Denn auch in unseren Städten werden regelmäßig die Stickstoffdioxid-Grenzwerte überschritten, beispielsweise in Wien, Salzburg, Graz, Klagenfurt, Innsbruck oder Hallein.

REGIERUNG MUSS DIE MENSCHEN SCHÜTZEN!

Die Regierung muss endlich wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Luftbelastung entwickeln statt uralte Privilegien für Dieselfahrzeuge aufrechtzuerhalten und Abgasmessungen gar abzuschaffen. Es kann nicht sein, dass alte Diesel-Autos wichtiger sind als Kinder-Lungen! 

„Schwarz-blau darf keinen umweltpolitischen Rückwärtsgang einlegen und sich als willfähriger Gehilfe der Auto- und Transportlobby erweisen!“
Die Grünen KlimaschutzlandesrätInnen aus Wien, OÖ, Salzburg, Vorarlberg und Tirol

​(GRÜNE) MASSNAHMEN, DIE WIRKEN

Die grünen KlimaschutzlandesrätInnen haben bereits einige Maßnahmen gegen die hohe Schadstoffbelastung gesetzt, die Wirkung zeigen. Dazu gehört etwa die Verringerung des Verkehrsaufkommens insgesamt ebenso wie der Übergang zu Elektrofahrzeugen oder die Anpassung des Fahrverhaltens.​​ 

Weniger Verkehr, mehr Öffis

Die Grünen in den Bundesländern haben alles daran gesetzt, das Angebot der Öffis in den Ländern auszubauen und attraktiv zu machen – mit Erfolg: ​​​In Wien, Tirol und Vorarlberg stoßen die Bundesländer-Netzkarten auf reißenden Absatz. Begleitet wird dieser wirkungsvolle Schritt zur Verbesserung der Luftqualität durch verkehrsrechtliche Anpassungen wie zum Beispiel Tempo 100 auf der Inntalautobahn oder Tempo 80 in Salzburg. Auch die sektoralen Fahrverbote sind dem zuzuordnen.

„Das Urteil des Bun­des­ver­walt­ungs­ge­richt­es in Leipzig sehen wir als Bestätigung für die Verpflichtung der Politik, die Gesundheit der Menschen zu schützen.“
Tina Wirnsberger, Grüne Grazer Umweltstadträtin

mENSCHEN-SCHUTZ STATT AUTO-SCHUTZ:

Regierung DARF KEIN Gehilfe der Autolobby SEIN!

Will man Menschen und Umwelt vor giftigen Abgasen schützen, braucht es alternative Verkehrsmittel und Konsequenz. Es müssen konsequent Manipulationen bekämpft werden und alternative Verkehrsmittel wie öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad und E-Mobilität gefördert werden. 

Schwarz-blau darf keinen umweltpolitischen Rückwärtsgang einlegen – oder ein ​willfähriger Gehilfe der Auto- und Transportlobby sein!

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