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am 11. Mai 2015

Wir starten Bienenschutz-Offensive!

- In Österreich sterben die Bienen. Aber die dafür verantwortlichen Pestizide drängen wieder in den Markt! Das wollen wir unbedingt verhindern – und starten österreichweit eine Offensive zum Schutz der Bienen!

Ohne Bienen gehen wir Maja

Wir brauchen die Bienen

Stell dir vor, es gibt morgen keine Äpfel mehr. Keine Kirschen. Keine Zwetschken. Keine Himbeeren. Keine Marillen. Und keinen Honig. Klingt wie ein Endzeitszenario, ist aber drohende Realität. Denn die Bienen sterben. Nicht eine, sondern Milliarden. 80 Prozent der Pflanzen, vor allem Nutzpflanzen für den Menschen wie Obst- und Gemüsesorten, sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Sterben die Bienen aus, würden Lebensmittel knapp werden und wir könnten uns kaum noch verpflegen.

Bienen und andere Insekten sind unverzichtbar, um den Hunger der wachsenden Weltbevölkerung zu stillen, denn trotz des technischen Fortschritts hängt die Landwirtschaft von den Bestäubern ab. Drei Viertel aller weltweit landwirtschaftlich angebauten Pflanzen ist auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen.

dramatisches bienensterben auch in Österreich

Österreichs Bienen sterben immer weiter. Trotzdem machen Landwirtschaftskammer und Chemiekonzerne Druck, das EU-Moratorium für einige bienengiftige Pestizide (Neonicotinoide), das Ende dieses Jahres auslaufen soll, nicht zu verlängern! Deswegen starten wir Grüne jetzt eine Bienenschutzoffensive. Wir appellieren an Landwirtschaftsminister Rupprechter, sich nicht auf die Seite der Chemiekonzerne, sondern auf die Seite der Bienen zu stellen und für eine Verlängerung und Ausweitung des Pestizid-Moratoriums einzutreten!

wie lange noch ist ÖSTERREICH BIENENSCHUTZ-VORrEITER?

Die Bundesregierung und der damalige Umweltminister Berlakovich haben sich anfangs gegen den Bienenschutz gestellt. Nach starkem öffentlichen Druck durch NGOs und uns Grüne mussten Berlakovich und der Bauernbund den Rückzug antreten, der Weg für mehr Bienenschutz war frei. Österreich wurde vom Bienenschutz-Verhinderer zum Bienenschutz-Vorreiter. Der Nationalrat beschloss im Sommer 2013 ein sogar über die EU-Vorgaben hinausgehendes Neonicotinoid-Verbot, das vorerst bis Oktober 2016 gilt. Und dann?

„Bienenschädliche Pestizide haben in der Land­wirt­schaft nichts verloren. Nicht in Österreich, nicht in der EU. Der Land- wirtschaftsminister muss giftige Pestizide verhindern!“
Eva Glawischnig

Die Grüne Bienen-Offensive

SITUATioN DER BIENEN WEITER KRITISCH

Wieviele Bienenvölker im letzten Winter gestorben sind, wird derzeit noch ausgewertet. ImkerInnen berichten jedoch, dass es im Winter 2014/2015 mehr sein werden als üblich. Dies liegt einerseits am vergangenen warmen Winter, der die Bienen zu früh aus der Ruhephase geweckt hat. Andererseits aber auch an Pestiziden, die weiterhin in der Landwirtschaft erlaubt sind oder auch im Privatbereich eingesetzt werden. Das Ameisenmittel Fipronil (keine Neonicotinoide) beispielsweise stellt laut Bewertung der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein „inakzeptables Risiko für Bienen“ dar. Die aktuelle Situation bleibt also trotz des Neonicotinoid-Teilverbots unverändert kritisch.

stärkere BIENENSCHUTZ-MASSNAHMEN NOTWENDIG

Neue wissenschaftliche Untersuchungen der letzten zwei Jahre belegen, dass der Einsatz von giftigen Pestiziden für das Bienensterben mit verantwortlich sind. Hunderte wissenschaftliche Artikel zum Thema zeigen, dass der Neonicotinoid-Einsatz negative Auswirkungen auf zahlreiche Nützlinge haben kann, beispielsweise ein früher Tod der Königinnen bei Honigbienen und eine geringere Fortpflanzungsrate bei Wildbienen.

„Pestizide töten Pflanzen und Tiere. Eine Ausweitung des Verbot bienengefährlicher Pestizide ist ein notwendiger Schritt und der beste Schutz für Bestäubungsinsekten!“
Wolfgang Pirklhuber

BIENENSCHUTZ-PLAN

Der Einsatz von bienenschädlichen Giftstoffen muss umfassend verhindert werden. Die Pestizide Imidacloprid, Thiamethoxam, Clothianidin, Fipronil, Chlorpyrifos, Cypermethrin und Deltamethrin gefährden die Bienen und haben auf dem Acker, auf öffentlichen Flächen und im Privatgebrauch nichts zu suchen.

  1. Weniger Pestizide!
  2. Gift gegen Bienen europaweit beschränken: Verlängerung und Ausweitung der EU-weiten Beschränkung bienengefährlicher Pestizide.
  3. Öko statt Chemiekeule: Forschung der ökologischen Alternativen zu Pestiziden fördern und Schädlinge wie den Maiswurzelbohrer und den Drahtwurm mit ökologischen Mitteln bekämpfen.
  4. Kein Gift im Park: Bienengefährliche Mitteln auf öffentlichen Flächen verbieten.
  5. Milben natürlich bekämpfen: Varroamilbe gezielt mit umweltgerechten Methoden bekämpfen, um dadurch Bienenkrankheiten zu minimieren.
  6. Robuste Bienen züchten: Zucht von robusteren, unserem Klimaangepassten Bienenvölkern unterstützen.
  7. Mehr Blumen: Anlage von Bienenweiden und Blühpflanzen für Insekten in Wiesen, öffentlichen Grünflächen, Firmengeländen sowie an Straßenrändern fördern.
  8. ImkerInnen fördern: Die Arbeit der ImkerInnen durch eine Leistungsabgeltung an die Imkervereine unterstützen.
  9. Bewusstsein schaffen: Informationen weitergeben und Bewusstseinsbildung für ein bienenfreundliches Verhalten betreiben.
  10. Neu-ImkerInnen unterstützen.

Ausführliche Infos finden Sie in unserer Broschüre zum Download!

Bio-Landwirtschaft beweist: 
​Eine Landwirtschaft ohne Agrochemie ist möglich. 

Wir Grüne wollen effektiven Bienenschutz:
P​estizide reduzieren & Bio ausbauen!


Bienenhotel
Eva Glawischnig und Wolfgang Pirklhuber kämpfen für die Bienen
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