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am 8. Februar 2013

Volle Energie für die Energie­wende

- Die Energiewende schreitet voran. Mit diesen drei Maßnahmen kannst du dabei sein.

1. Ökostrom selber machen

Tausende UmweltschützerInnen haben die Silvesternacht nicht mit der Familie oder FreundInnen verbracht. Stattdessen saßen sie am Computer oder Faxgerät, um einen Antrag auf Solarförderung einzureichen. Doch die Anschlüsse waren stundenlang besetzt und die Fördermittel für das gesamte Jahr 2013 bereits am frühen Neujahrsmorgen vergeben. Viele potenzielle Investoren sind durch diese Vergabepraxis von vorneherein abgeschreckt. Österreich entgehen Investitionen in Millionenhöhe.

Die Solarförderung in Österreich ist ein abschreckendes Bürokratiemonster. Die Fördermittel von OeMAG (die zentrale Abwicklungs- und Förderstelle für Ökostrom in Österreich) und Klimafonds werden zu den unmöglichsten Zeiten angeboten und sind schnell vergriffen. Der Verwaltungsaufwand und die Wartezeit für Genehmigungen sind höher als in anderen Ländern. Wir Grüne wollen die Solarförderung reformieren und sie schneller, effizienter und besser machen. Dazu haben wir zwei Anträge in den Nationalrat eingebracht:

2. Kein Dreck am Stecker: Ökostrom kaufen

Handelt dein Stromversorger noch mit Atomstrom? Das ist noch bis 2015 in Österreich erlaubt. Oder gehört er zum Stromfilz, also dem großen Geflecht von Landesenergieversorgern, VERBUND und ausländischen Atomkonzernen, die bei der Energiewende auf der Bremse stehen?

Unser Tipp:

Wechsle zu einem Ökostromanbieter, der mit deinem Geld wirklich etwas für die Energiewende tut. Der beste Ökostrom ist mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Derzeit gibt es vier Stromangebote mit dem Umweltzeichen (zum Teil nur bei bestimmten Tarifen). NGOs empfehlen vor allem AAE und oekostrom, die nicht zum „Stromfilz“ gehören und seit jeher ausschließlich Ökostrom produzieren und damit handeln.

  • Die AAE Naturenergie ist ein unabhängiger Stromversorger aus Kärnten und ein echter Ökostrompionier. Der Familienbetrieb liefert schon seit 1886 ausschließlich Ökostrom. (Kontakt: AAE Naturstrom Vertrieb, 9640 Kötschach 66, Tel.: 04715-222)
  • oekostrom ist ein unabhängiger Ökostromanbieter aus Wien und war einer der ersten reinen Ökostromanbieter. (Kontakt: oekostrom AG, Mariahilferstraße 120, 1070 Wien, Tel.: 01-9610561)

Von den Landesenergieversorgern haben ENAMO aus Oberösterreich und Naturkraft (ein Gemeinschaftsunternehmen von Wien Energie, EVN und Energie Burgenland) das Umweltzeichen für echten Ökostrom.

Der Wechsel ist über ein Online-Formular in ein paar Minuten erledigt. Sie brauchen dafür nur Ihre letzte Stromrechnung. Die Abmeldung übernimmt der neue Stromversorger. Eine übergangslose Stromversorgung ist garantiert!

3. Runter mit dem Energieverbrauch

Eh klar: Wenn man den Raum verlässt, schaltet man das Licht aus. Aber hast du auch schon die großen Energiefresser entsorgt?

Kühl und günstig

Der Kühlschrank läuft 24 Stunden am Tag, darum kannst du hier besonders viel Energie sparen. In den letzten zehn Jahren hat sich die Technik enorm verbessert. Auch wenn der alte Kühlschrank noch funktioniert, solltest du den Stromverbrauch kontrollieren. Aber Vorsicht: der neue darf nicht zwei Nummern größer sein als der alte, und der alte darf nicht als Ersatzgerät im Partykeller stehen bleiben. Auf www.topprodukte.at findest du gute Angebote für sparsame Geräte.

Sauber und günstig

Um Wasser zu erwärmen, wird sehr viel Energie benötigt. Deswegen gibt es jetzt sparsame Duschköpfe, die nur ein Drittel der Wassermenge benötigen. Der Trick: Das Wasser wird in der Sparbrause mit Luft aufgewirbelt und plätschert wie ein sauerstoffreicher Gebirgsbach. Saubere Sache!

Aus und günstig

Fast alle Fernseher, Stereoanlagen und andere Geräte haben heute eine Stand-by-Funktion. In den 20-23 Stunden täglichen Stand-by verbrauchen sie oft mehr Strom als in ein paar Stunden Betrieb. Mit abschaltbaren Steckdosenleisten nimmst du deinen gesamten Gerätepark mit einem Mal vom Netz und sparst damit einige hundert Euro Stromkosten im Jahr. 

Warm und günstig

Die wichtigste Maßnahme: Sorg für warme Wände und niedrige Heizkosten. Lass dich von Profis beraten, wie du dein Haus mit Wärmedämmung und einer modernen Heizungsanlage optimieren kannst, z.B. programmierbaren Thermostaten und einer Solarheizung (Photothermie). Auf www.umweltfoerderung.at stehen aktuelle Förderprogramme vom Bund und Ländern.

Günstig per Gesetz

In der EU setzen wir Grünen uns dafür ein, dass minderwertige Stromfresser bei den Haushaltsgeräten gar nicht mehr zugelassen werden. Das ist auch eine Verantwortung der Politik. Denn nicht jede/r VerbraucherIn kann oder will ständig ausrechnen, wie viel Strom ein Gerät in seiner Lebenszeit verbraucht, was das kostet und ob sich die Investition in ein besseres Produkt lohnt.

Bitte spenden - wir brauchen dich!