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am 2. August

Raus aus dem klimapolitischen Tiefschlaf

Georg Willi, Christiane Brunner - Am 2. August ist der diesjährige sogenannte "Welterschöpfungstag" oder "Earth Overshoot Day". Ab sofort greifen wir auf Ressourcen von morgen zu.

„Der Welterschöpfungstag kommt immer früher. Im Jahr 1987 fiel der Tag noch auf den 19. Dezember. Letztes Jahr war es der 8. August, heuer ist es schon der 2. August. Es ist dramatisch.“
Georg Willi

ökologische Erschöpfung der Erde

Der Welterschöpfungstag, der in diesem Jahr auf den 2. August fällt, markiert, inwieweit die Erde fähig ist, die vom Menschen verbrauchten Ressourcen zu erneuern und Schadstoffe wie etwa Treibhausgase zu verkraften. Sind Belastung und Zerstörung dieser Ressourcen größer als Nachschub und Reparaturvermögen, spricht man vom "Overshoot" – der ökologischen Erschöpfung, von der an die weitere Verschuldung beginnt. ​

"Nur Schall und Rauch von der regierung"

"Die Welt lebt schon fünf von zwölf Monaten des Jahres auf Pump, als hätten wir einen Planeten B in Reserve. Aber ÖVP-Umweltminister Rupprechter bringt nicht einmal die für Ende Juni versprochene Klima-und Energiestrategie zusammen, die – wenn sie Substanz hätte –​ ein erster kleiner Schritt wäre, damit die wirkliche Arbeit an den großen Aufgaben endlich auf den Weg kommt. Nicht mit Rupprechter: Bei den nötigen Konzepten kommt nichts ins Ziel. Bei konkreten wirksamen Maßnahmen – ​wie bessere Öffis oder Abschaffung der Steuerprivilegien für Diesel – ​steht er überhaupt auf der Bremse oder schaut weg", sagt unser Verkehrssprecher Georg Willi.

"Im erneuerten Arbeitsprogramm der SPÖ-ÖVP-Regierung vom Jänner war noch nachzulesen: Die Schwerpunkte sind neben Erneuerbarer Energie, Energieeffizienz und Infrastruktur auch Innovation und Forschung sowie die Forcierung von Umwelt- und Energietechnologien. All diese Ankündigungen sind Schall und Rauch. Nichts geht weiter beim Klimaschutz, bis auf die Ökostromnovelle, die dem monatelangen Verhandlungsdruck der Grünen zu verdanken ist", so Willi.

„Was wir am 15. Oktober brauchen, sind starke Grüne. Wir drücken uns nicht um notwendige Entscheidungen. Wir wollen Österreich zum Vorreiter in Sachen Klimaschutz machen. Das ist die Chance auf viele neue Arbeitsplätze mit besten Zukunftschancen.“
Georg Willi
Bild: Klimatour in Tirol
Umweltsprecherin Christiane Brunner, Bundessprecherin Ingrid Felipe und Verkehrssprecher Georg Willi
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