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am 3. Juni 2013

Rasche Hilfe – das Gebot der Stunde

Die Redaktion - Die Hochwasserlage hat sich in Österreich mittlerweile entspannt, die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange. Und erst jetzt wird das ganze Ausmaß der Katastrophe sichtbar. Tausende Menschen haben alles verloren und brauchen dringend finanzielle Hilfe - von der Regierung, aber auch von uns allen.

Nach der Flutkatastrophe in Österreich muss jetzt die rasche und unbürokratische Hilfe für die vielen Betroffenen im Vordergrund stehen. „Den Betroffenen gilt unser Mitgefühl, den vielen freiwilligen HelferInnen unser Dank“, sagt unsere Bundessprecherin Eva Glawischnig. Trotz der massiven budgetären Kürzungen beim Hochwasserschutz in den letzten Jahren wird die Bundesregierung jetzt sofort und umfassend für Hilfe sorgen. Ohne den Einsatz der Feuerwehr, des Roten Kreuzes und den zahlreichen anderen – auch zivilen – HelferInnen, die österreichweit anpacken, wäre die derzeitige Lage aber natürlich kaum zu bewältigen.

Vor Ort: Landesrat Rudi Anschober

In Oberösterreich machte sich der Grüne Landesrat Rudi Anschober vor Ort ein Bild von den von der Hochwasserkatastrophe am stärksten betroffenen Orten. Anschober: „Seit 2005 arbeiten wir am größten Schutzprogramm der Landesgeschichte. Über 500 Projekte sind bereits fertig gestellt und verhindern an vielen Orten das Allerschlimmste. Ein großes Problem bei der Umsetzung des Schutzprogramms stellt die Tatsache dar, dass Umweltminister Niki Berlakovich die schriftlich zugesagten Budgets für den Hochwasserschutz deutlich gekürzt hat – alleine für Oberösterreich um insgesamt 8,4 Millionen Euro.“


Rudi Anschober in Mauthausen / Hochwasser
Hochwasser Anschober Steyr
Hochwasser Anschober Schärding
Warnungen ernst nehmen

ExpertInnen bewerten die Häufung dramatischer Wetterereignisse in den vergangenen Jahren auch als Zeichen für den einsetzenden Klimawandel. „Diese Warnungen sind ernst zu nehmen. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sollte Klimaschutz kein Nebenthema sein, sondern aktiv vorangetrieben werden, ebenso wie der vorsorgende, ökologische Hochwasserschutz. Ein wechselseitiges Ausspielen von Wirtschafts- und Umweltinteressen ist jedenfalls nicht dienlich“, betont Eva Glawischnig.

Die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb und der Metereologe Reinhold Steinacker bringen auf den Punkt, worum es geht (ORF „Im Zentrum“, 2.6. 2013): einerseits um kurzfristige Vorsorge (Wertgegenstände aus Keller räumen etc.), andereseits um mittelfristige Vorsorge (ökologischer Hochwasserschutz und Klimaschutz!). Eine einzelne Wetterlage sei zwar statistisch nicht auf den Klimawandel zurückzuführen, dass es aber zu häufigeren und stärkeren Hochwasserereignissen kommt, ist ein Zeichen für einen nicht wegdiskutierbaren Klimawandel. 

Aktuelle Infos zum Hochwasser

Was kannst du tun?

Das Rote Kreuz empfiehlt:

  • Radio und Fernseher einschalten!
  • Anweisungen von Behörden und Einsatzkräften befolgen
  • Zuhause sichern. Möbel und Gegenstände nach oben bringen ...
  • anderen Menschen helfen
Team Österreich: Auf dieser Seite kann man sich als freiwillige/r HelferIn beim Roten Kreuz eintragen: http://apps.teamoesterreich.at

Spenden für Hochwasser-Opfer

Österreichisches Rotes Kreuz:
Konto: 2 345 000
BLZ: 60000
Kennwort: "Hochwasser"

Volkshilfe Österreich:
Konto: 1 740 400
BLZ: 60000
Kennwort: "Hochwasserhilfe"

Katastrophenfonds der Caritas:
Konto: 0123 4560
BLZ: 20111
Kennwort: "Katastrophenfonds Österreich"

ORF-Hochwasserhilfe Sofortaktion
Konto: 400 144 001/00
BLZ: 20111
Kennwort: "ORF-Hochwasserhilfe - Sofort"

Spenden geht auch via SMS:

Kennwort #Hochwasser und Spendenbetrag an 0664/660 33 33 @CaritasAustria @CaritasVienna