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am 17. November 2016

Klimakonferenz: Negativ-Preis für Österreich

- Österreich hat erneut den Preis "Fossil des Tages" fürs Nichtstun beim Klimaschutz erhalten. Die Bundesregierung muss endlich aufwachen und handeln!

Schwarzer Tag für Österreich

Der Beginn der sogenannten High-Level-Verhandlungen in Marrakesch entpuppt sich als schwarzer Tag für Österreich. Nachdem am Morgen des 16. Novembers der Klimaschutzindex veröffentlicht wurde, der Österreich einen Platz auf den hinteren Rängen verwies, hat Österreich am Abend auch noch den Negativ-Preis "Fossil des Tages" erhalten.

"Der Negativpreis der Organisation Climate Action Network wird jedes Jahr auf der Klimakonferenz an jene Länder verliehen, die sich durch besondere Tatenlosigkeit auszeichnen", erläutert unsere Umweltsprecherin Christiane Brunner.

„Österreich erhielt den zweiten Platz für Totalversagen auf allen Ebenen: fehlender Klimaschutz im Inland, fehlende Finanzierungsbereitschaft international und schlechten Verhandlungsethos. Das ist wirklich peinlich!“
Christiane Brunner, Umweltsprecherin

Obwohl eines der reichsten Länder der Welt, hat Österreich es weder geschafft, seine CO2-Emissionen auch nur unter den Stand von 1990 zu reduzieren, noch ausreichend Gelder für die internationale Klimafinanzierung in Entwicklungsländern bereitzustellen, so die Begründung der Jury vom Climate Action Network. EU-weit sind die Emissionen bereits um 24 Prozent unter den Stand von 1990 gesunken.

"Österreich blamiert sich"

"Wir können uns nicht bis in alle Ewigkeit darauf ausruhen, dass wir keine Atomkraftwerke haben. Das reicht einfach nicht mehr. Ich frage mich wirklich, was es eigentlich noch braucht, damit die Bundesregierung endlich erkennt, wie sehr sie Österreich international zu blamieren und zu isolieren droht. Ich erwarte vom Bundesminister Rupprechter keine weiteren Ausflüchte, sondern klare konkrete Antworten darauf, wie wir aus dieser peinlichen Situation wieder herauskommen", sagt Brunner.

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