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am 30. Oktober 2012

Gentechnikfrei schmeckt besser

- Die Grünen kämpfen für die Erhaltung der Gentechnikfreiheit in der österreichischen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Eine Koexistenz von Öko-Landbau und Gentechniklandwirtschaft ist nicht möglich.

Die Langzeitrisiken gentechnisch veränderter Pflanzen sind nicht erforscht, die Freisetzungen von gentechnisch veränderten Organismen ist irreversibel. Für die Umwelt und Gesundheit der Menschen bedeutet Gentechnik gravierende Nebenwirkungen - mehrere Forschungsergebnisse deuten darauf hin.

Gentechnik als Gefahr für den Nachwuchs

So ergab etwa die Mehrgenerationen-Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau, dass Mäuse, die mit Gentechnik-Mais gefüttert wurden, eine signifikant beeinträchtigte Fruchtbarkeit haben. Im Vergleich zu Mäusen, die mit herkömmlichem Mais gefüttert wurden, gebaren diese Mäuse weniger und schmächtigere Junge. Die per Gentechnik manipulierte Ernährung steht also im Verdacht unmittelbare Auswirkungen auf die Nachkommen dieser Tiere zu haben. Die unkalkulierbaren Risiken von gentechnisch veränderten Lebensmitteln lassen sich an diesem Beispiel sehr gut veranschaulichen und belegen.

Für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik

Wir Grüne setzen alles daran, dass die österreichische Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion weiterhin gentechnikfrei bleibt. Wir fordern daher auch von der EU-Kommission, sich nicht auf die Seite der Gentechnik-Konzerne zu stellen, sondern im Interesse der Konsumentinnen und Konsumenten einen Kurswechsel einzuleiten. Auf nationaler Ebene ist es uns gelungen, einen maßgeblichen Entschließungsantrag im Parlament durchzusetzen. Vehement fordern wir die Bundesregierung zum Handeln auf:

  • die österreichischen Gentechnik-Anbauverbote mit allen Mitteln zu verteidigen und alle Rechtsmittel bis hin zum Europäischen Gerichtshof auszuschöpfen; damit auch in Zukunft keine gentechnisch veränderten Pflanzen in Österreich angebaut werden
  • massiv dafür einzutreten, dass die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) das Vorsorgeprinzip konsequent anwendet
  • weiterhin auf EU-Ebene gegen die Zulassung von gentechnisch veränderten Organismen zu stimmen
  • eine unabhängige und dem Vorsorgeprinzip verpflichtete Risikoforschung im Bereich der Agro-Gentechnik in Österreich zu fördern
  • auch auf EU-Ebene dafür einzutreten, dass das Selbstbestimmungsrecht der Regionen Europas auf eine gentechnikfreie Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion endlich anerkannt wird

Wir haben es Satt! Demo 30.03

Wir haben es satt. Österreich zu 100 % Gentechnikfrei Demo am 30. März 2012 für eine Agrarwende und eine neue Landwirtschaftspoltik www.facebook.com/WirHabenEsSattAustria http://www.gruene.at/wir_haben_es_satt/

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