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am 17. Februar

FPÖ muss ihr Pestizid-Lobbying offenlegen

Michel Reimon, Olga Voglauer - Klarer Auftrag zur Pestizidreduktion

"Die FPÖ hat als Regierungspartei serienweise im Interesse von Großkonzernen und gegen die Wünsche der Österreicher*innen gehandelt. Jedem einzelnen dieser Fälle muss nachgegangen werden. Das gilt auch für die von Global 2000 kritisierte Unterstützung der Pestizidindustrie. Die FPÖ sollte alle ihre Kontakte zu Chemielobbys in dieser Zeit offenlegen, vor allem auf Parteiebene“, fordert Michel Reimon, Europasprecher der Grünen.

Einem Bericht des Corporate Europe Observatory CEO zufolge hat die FPÖ-Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein 2018 im Namen Österreichs auf eine Aufweichung des europäischen Vorsorgeprinzips bei Pestiziden gedrängt. Dem soll massives Lobbying der großen Chemiekonzerne vorausgegangen sein. Das ist für Reimon und Olga Voglauer, Landwirtschaftssprecherin der Grünen, aufklärungsbedürftig.

„Niemand will Gift auf seinen Lebensmitteln, deshalb haben wir bereits im Regierungsprogramm ausdrücklich festgehalten, dass wir Pestizide reduzieren müssen. Der umfassende Einsatz der Pestizide in der Landwirtschaft ist eine Gefahr für uns, wie auch für die Artenvielfalt und ich fordere eine umfassende Aufklärung“, meint Voglauer.

Kontakte auf Regierungsebene, vor allem von Gesundheitsministerin Hartinger-Klein und Vizekanzler Strache sind besonders interessant. Da beide Ministerien nun in grüner Hand sind, wird dieser Aspekt von Rudi Anschober und Werner Kogler aufgeklärt werden können. Und beide werden den Kurs der österreichischen Regierung ändern: Für das Vorsorgeprinzip, Umweltschutz und eine nachhaltige Landwirtschaft, gegen das Wunschkonzert der Chemieindustrie.​