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am 14. Oktober 2016

Eier in Nudeln & Co endlich kennzeichnen!

Wolfgang Pirklhuber - Mehlspeise, Backmischung, Nudeln: Wo Eier drin sind, steht nicht drauf, woher sie kommen. Das muss sich ändern! Deshalb fordern wir die Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Eiern.

Kuchen, Nudeln, Backmischungen, Mayonnaise: Viele verarbeitete Lebensmittel enthalten Eier. Doch was sind das eigentlich für Eier? Woher kommen sie? Stammen sie von glücklichen oder massenhaft gequälten Hühnern? Antwort auf diese für viele VerbraucherInnen kaufentscheidenden Fragen finden sich auf den Produktetiketten kaum, denn es gibt keine Kennzeichnungspflicht. Auch nicht in der Gastronomie. Das wollen wir seit Jahren ändern – und stellen einen parlamentarischen Antrag zur Kennzeichnungspflicht von verarbeiteten Eiern.

WIR WOLLEN DIE KLARE KENNZEICHNUNG!

Derzeit ist es so, dass KonsumentInnen nicht erkennen können, ob Produkte Eier aus Käfig-, Boden- oder Freilandhaltung enthalten. Dabei werden zwei Drittel der verwendeten Eier über Produkte wie Mehlspeisen, Mayonnaise oder Nudeln konsumiert. VerbraucherInnen sind in diesem Bereich momentan noch auf eine freiwillige Kennzeichnung angewiesen.

ANGABEN ZUR TIERHALTUNG VERPFLICHTEND VORSCHREIBEN

Unser Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirklhuber will Licht in diese Grauzone bringen. In einem parlamentarischen Antrag verlangt er eine Kennzeichnungspflicht und ein EU-Importverbot für Eier aus Haltungsformen, die nicht den EU-Standards entsprechen ( 1612/A). Wir wollen, dass Angaben zur Haltungsform der Legehennen bei allen Lebensmitteln, die Ei als Zutat enthalten, verpflichtend vorgeschrieben werden. Unserer Forderung haben sich inzwischen auch Bauernbund und Landwirtschaftskammern angeschlossen. Ziel ist es, die Ukraine an europäische Qualitätsstandards heranzuführen. 

Antrag zur Kennzeichnung verarbeiteter Eier

„Eine Kennzeichnungspflicht nach Herkunft und Haltungsform der Eier gäbe den KonsumentInnen die Möglichkeit, sich für tierschutzgerechte Produkte zu entscheiden.“
Wolfgang Pirklhuber, Grüner Landwirtschaftssprecher

billige eier aus drittländern ...

Billige Eier aus kommen oft aus Drittländern, etwa der Ukraine, in die EU. Dadurch wird die EU-Kennzeichnungspflicht bei Frischeiern ("Schalen-Eiern") einfach umgangen. Neben Schalen-Eiern (siehe oben) werden aber auch Eipulver und Flüssig-Ei importiert, die aus bei uns verbotenen Käfigen aus aller Welt stammen.

... schaden österreichischen Landwirten!

Österreichische Bäuerinnen und Bauern stellen fest, dass die Eierverarbeitungsindustrie zum Teil lieber billigere Eier aus dem Ausland bezieht, anstatt österreichische, tierfreundlicher produzierte Eier aus Boden-oder Freilandhaltung zu verwenden. 

Produkte aus artgerechter Tierhaltung werden gern gekauft

In Österreich ist seit 1. Jänner 2009 die Haltung von Legehennen in konventionellen Käfigen untersagt. Diese Vorreiterrolle bot die Chance, die KonsumentInnen zum Kauf von tierschonenden österreichischen Produkten zu bewegen. Die Bewusstseinsbildung bei den KonsumentInnen – hin zur artgerechten Tierhaltung, zu heimischen Produkten und in weiterer Folge zum Erhalt einer kleinstrukturierten Landwirtschaft – ist ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung. Beim Einzel-Ei wird über die Kennzeichnung durchgängig über Herkunft und Haltungsform informiert (EU-VO 557/2007): Auf jedem Ei befindet sich eine Identifikationsnummer, die Informationen zu Haltungsform und Herkunft gibt und eine komplette Rückverfolgbarkeit bis zum Legebetrieb gewährleistet.

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