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am 4. November 2013

Donauinsel statt Plastikinsel: Plastiksackerlverbot

Christiane Brunner - Wir ersticken im Plastikmüll - nicht nur in Österreich. Die Weltmeere sind zugemüllt, die Natur leidet, die Tiere verenden. Wir wollen eine ganzheitliche Abfallpolitik, das sind wir nachfolgenden Generationen schuldig! Mit dem Vorschlag der EU-Kommission zur Änderung Verpackungsrichtlinie gibt es auch für Österreich keine Ausreden mehr. Das Verbot von Einweg-Plastiksackerln ist jetzt möglich!

Plastiksackerl-Verbot: Jetzt gibt es keine Ausreden mehr!

Die EU Kommission hat am 4.11. 2013 einen Vorschlag für eine Änderung der Verpackungsrichtlinie präsentiert. Kern des Vorschlags ist die Verpflichtung von Mitgliedsstaaten, Maßnahmen gegen Plastiksackerln zu setzen. Das Verbot von Einweg-Plastiksackerln soll nun explizit erlaubt sein. 

"Während viele Länder bereits ein Verbot oder eine Steuer auf Plastiksackerln umgesetzt haben, hat sich die österreichische Bundesregierung bisher immer auf die EU ausgeredet und alle wirksamen Maßnahmen blockiert. Die Zeit der Ausreden ist jetzt endgültig vorbei. Jedem EU Land stehen explizit sämtliche Instrumente im Kampf gegen die Plastikmüllberge zu Verfügung. Ich freue mich daher über den Vorschlag der Kommission und erwarte mir von der Bundesregierung, dass sie ihn unterstützt", sagt Christiane Brunner, unsere Umweltsprecherin.

Wir Grüne fordern:

  1. ein klares und verbindliches Ziel zur Reduktion von Plastiksackerln 
  2. ein Verbot von Wegwerf-Sackerln 
  3. eine Steuer auf Plastiksackerln, die nicht biologisch abbaubar sind 
  4. Umwelt-Vorgaben für biologisch abbaubare Sackerln

500 Milliarden Plastiksackerl weltweit

Zahlen, die schockieren: Pro Jahr werden weltweit geschätzte 500 Milliarden Kunststoffsackerln verwendet. In Österreich sind es immerhin 350 Millionen Einkaufsackerln (ohne Obstsackerln). Dazu kommen mindestens 3 Milliarden Flaschen und Dosen, die hierzulanden jedes Jahr nach einmaligem Gebrauch im Müll landen. Kein Wunder, dass die Müllberge ständig wachsen. Allein bei uns werden jährlich stolze 601 kg pro Kopf produziert. Europäischer Durchchnitt sind 522 kg. Dabei war es mal anders. Bis 1995 stand Österreich besser da als der EU-Durchschnitt ...

400 Jahre in der Natur

Giftiges Plastik in der Natur verrottet erst nach bis zu 400 Jahren. Weggeworfenes Plastik verschandelt dauerhaft Flüsse, Seen, Wälder, Wiesen, Berge - und vergiftet Tiere, die die Plastikteile mit ihrer Nahrung verwechseln. In jeder Quadratmeile des Meeres schwimmen im Durchschnitt 46.000 Stücke Plastik (UN, 2006). 

Plastikinseln: eigener Staat

Die UNESCO hat die riesigen Plastikinseln in den Weltmeeren mittlerweile symbolisch zu einem eigenen Staat ernannt. Im Nordpazifik gibt es eine Müllinsel, die 16mal so groß wie Österreich ist. Plastikteile im Meer töten Meerestiere, da diese sie nicht von normalem Futter unterscheiden können. Etwa 80 Prozent des Plastikmülls kommt über die Flüsse ins Meer. Was bedeutet, dass auch österreichische Plastiksackerln beispielsweise im Schwarzen Meer landen. 

Mehrwegflasche - bedrohte Art

Geht man in den Supermarkt und möchte Getränke kaufen, sieht man Plastikflaschen, soweit das Auge reicht. Zwar können diese, richtig entsorgt, zu einem Teil recycelt werden. Allerdings wird zur Herstellung neuer Flaschen mehr als 50 Prozent frisches Material benötigt. Die umweltfreundlichste Alternative sind jedoch Mehrweg-Pfandflaschen, die bis zu 40 Mal wiederbefüllbar sind. Aber der Handel bietet leider immer weniger Mehrwegflaschen an. Lag der Mehrweg-Anteil beim Mineralwasser vor 20 Jahren noch bei über 90 Prozent, sucht man die Pfandflaschen heute meist vergeblich. Die Mehrwegflasche gehört somit zur bedrohten Art! 

Bird Island - Plastic Vs Nature

This video is about an island in the ocean at 2000 km from any other coast line. Nobody lives there, only birds and yet ....You will not believe your eyes!!!!!!! This film should be seen by the entire world, please …

Video auf Youtube

STICHWORT "GEPLANTE OBSOLESZENZ"

Wer kennt das nicht: Man kauft sich einen günstigen Drucker, und nach zwei Jahren ist er hin. "Geplante Obsoleszenz" heißt die Masche, bei der Produkte von Herstellern bewusst so gestaltet werden, dass sie nach einer möglichst kurzen Zeit nicht mehr funktionieren, nicht mehr reparierbar sind und einfach weggeschmissen werden müssen. Dieser "geplante Verschleiß" trägt nicht nur zu einer dramatischen Ressourcenverschwendung bei. Es bedeutet auch eine finanzielle Belastung von KonsumentInnen, die in immer kürzeren Abständen neue Produkte kaufen müssen. Das darf nicht sein!

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