Bundesländer
Navigation:
am 12. August 2015

Der Klimawandel ist längst Wirklichkeit

Rudi Anschober - Das Jahrhunderthochwasser vor zwei Jahren und die Rekord-Hitze im Juli und August zeigen, der Klimawandel findet statt. Aber es ist noch nicht zu spät für eine engagierte Klimapolitik. Wir entscheiden heute mit unserer Klimapolitik über das Lebensumfeld der nächsten Generationen.

„Hier am Dachstein ist es augenscheinlich, wie die Klimaerhitzung den Gletschern zusetzt.“
Eva Glawischnig, Bundessprecherin und Klubobfrau
Bild: Eva Glawischnig, Christiane Brunner und Rudi Anschober am Dachstein
Eva Glawischnig, Christiane Brunner und Rudi Anschober präsentieren am Dachstein-Gletscher das Transparent

"Die bereits dritte Hitzewelle dieses Sommers ist nur ein Vorgeschmack auf die Folgen des Klimawandels für Mensch und Natur: Ernteausfälle, Hochwasser oder eben das Abschmelzen der Gletscher. Statt sich mit dieser programmierten Katastrophe auseinanderzusetzen, kauft die Regierung von anderen Ländern Verschmutzungszertifikate um eine halbe Milliarde Euro. Stattdessen müssen aktiv Maßnahmen gegen die CO2-Verschmutzung angegangen werden. Es braucht daher eine Energiewende: 100 Prozent Erneuerbare Energie ist möglich."

Fotos der Aktion am Dachstein

Eva Glawischnig, Christiane Brunner und Rudi Anschober präsentieren im Rahmen unserer Klimakampagne am Dachstein-Gletscher ein Transparent mit der Warnung "ES GIBT KEINEN PLANET B"
  • Eva Glawischnig, Christiane Brunner und Rudi Anschober präsentieren im Rahmen unserer Klimakampagne am Dachstein-Gletscher ein Transparent mit der Warnung "ES GIBT KEINEN PLANET B"

Klima-Sitzenbleiber österrreich

In Österreich erlebten wir heuer den heißesten Juli seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Im August setzt sich dieser Trend konsequent fort. Weltweit wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit das heißeste Jahr – dieser Umstand geht Hand in Hand mit der menschengemachten Klimaerhitzung. Und die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen steigen weltweit weiter an. Österreich ist im EU-Vergleich Klima-Sitzenbleiber! Nichts-Tun, mangelnde Ernsthaftigkeit und falsche Prioritäten prägen die Klimapolitik der Bundesregierung.

„Wollen wir die Erde vor dem Klimakollaps bewahren, bleibt nicht viel Zeit.“
Christiane Brunner, Umweltsprecherin

entscheidung für weltklima IN PARIS 2015

Im Dezember 2015 schaut die ganze Welt gespannt nach Paris, wo die entscheidende Weltklimakonferenz stattfinden wird. Gelingt es der Staatengemeinschaft dort nicht, sich gemeinsam auf eine verbindliche Trendumkehr beim CO2-Ausstoß zu verpflichten, sind weitere Klimakatastrophen programmiert – mit gravierenden ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen. Ein globales Klimaabkommen, ein "Weltklimavertrag" muss endlich zustande kommen.

"Bei der Klimakonferenz in Paris im kommenden Herbst muss es gelingen, einen weltweiten Vertrag zu schließen, in dem sich alle Staaten über eine Reduktion der Treibhausgase verständigen. Vielleicht werden sich noch andere Wege auftun, die Klimakrise zu bekämpfen. Vielleicht. Sicher ist: Wenn wir jetzt aufgeben und beim Klimaschutz nachlassen, ist der Klima-Vertrag von Paris verloren. Wir sollten das nicht riskieren."

„Gletscher sind die Fieberthermometer unseres Planeten. Die durch die Klimakrise steigenden Temperaturen führen zu einem immer rascheren Abschmelzen des ewigen Eises am Nord- und Südpol.“
Rudi Anschober, Landesrat und Grüner Spitzenkandidat in Oberösterreich
Bild: Eva Glawischnig, Christiane Brunner und Rudi Anschober am Dachstein

unser 8-Punkte-Plan für eine Grüne Klimaoffensive

Wir müssen jetzt handeln, um massive Auswirkungen auf Umwelt, Regionen und Gesellschaft sowie massive Kosten noch einzudämmen. Wir entscheiden heute mit unserer Klimapolitik über das Leben der nächsten Generationen. Es ist höchste Zeit zu handeln. Es ist Zeit für die Grüne Klimaoffensive!

1. Klimaschutzoffensive im Verkehr

365 Euro Öffi-Ticket in allen Bundesländern nach Vorbild Wien und Vorarlberg. Nahverkehrsoffensive: Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs vor allem in Ballungszentren. LKW-Maut ausdehnen. Dienstwagenprivilegien schrittweise abbauen.

2. Sanierungsoffensive NEU

Thermische Sanierungsoffensive: Die Sanierung des Gebäudebestands gekoppelt mit der Umstellung auf Erneuerbare Energieversorgung wird forciert. Energetische Sanierungen werden durch den thermischen Sanierungscheck NEU und durch bessere Koordination der Förderungen einfacher und finanzierbar. Solarpflicht für Neubau.

3. "Raus aus dem Öl"-Programm

Mit Hilfe einer neu strukturierten, bundesweiten erneuerbare Wärme-Förderung den Umstieg auf Erneuerbare Energie unbürokratisch, leicht und finanzierbar machen. In neu errichteten Gebäuden keine Genehmigung von neuen Strometagen- und Ölheizungen. Diese belasten nicht nur das Klima, sondern auch die Geldbörse.

4. Ökostrom-Ausbau vorantreiben

Es braucht nicht weniger, sondern mehr Ökostrom in Österreich, um Atomstromimporte und fossile Stromerzeugung zu beenden. Das Ökostrom-Gesetz bietet eine gute Grundlage dafür und darf nicht nochmals von der Bundesregierung kaputtnovelliert werden. Ausbau von BürgerInnen-Solarkraftwerken nach Vorbild Wien. Stromspar-Beratungs-Offensive: Durch gezielte Beratung können Haushalte ihren Stromverbrauch deutlich senken.

5. Aufkommensneutrale ökologisch-soziale Steuerreform

Mit der Einführung einer aufkommensneutralen ökologisch-sozialen Steuerreform wird der klimaschädliche Verbrauch von fossilen Energien eingedämmt und Arbeit billiger. Das schafft neue Arbeitsplätze. Abbau von Subventionen für fossile Energien. Das hilft, die Erneuerbaren Energien weiter an die Marktreife heranzuführen. Frei gewordene Mittel können in die thermische Sanierung von Gebäuden investiert werden.

6. Klimafreundliche Ernährungswende

Biologisch und regional produzierte Lebensmittel vermeiden Transport und Pestizide und schützen das Klima: 20.000 zusätzliche BioproduzentInnen. 100 Prozent Bio in Kindergärten, Schulen, Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

7. Klimaschutz durch Bildung

Bildungseinrichtungen, vom Kindergarten bis zur Mittelschule, setzen Unterrichtsschwerpunkte zu den Themen Energie und Klima. Ein flächendeckendes Netz von mit Solarstrom versorgten zertifizierten "Sonnenschulen und Sonnenkindergärten" macht die Energiewende spürbar.

8. Ökologischer Hochwasserschutz

Der Klimawandel verursacht mehr Hochwasserkatastrophen. Durch ein bundesweites Investitionsprogramm für ökologischen Hochwasserschutz geben wir den Flüssen mehr Raum und helfen, Katastrophen zu vermeiden.

klimazukunft 2030 – oberösterreich kann mehr!

"Mit der Klimazukunft 2030 wollen die Grünen Oberösterreich im Herbst diesen Jahres die Beschlussfassung einer Landesklimastrategie erwirken, die sich zum Ziel setzt die Emissionen bis zum Jahr 2030 weiter deutlich abzusenken. Hierbei soll es unter Ausnahme der Industrie, welche in Oberösterreich ohnedies vor einem Technologiesprung steht, zu einer Halbierung der Treibhausgasemissionen seit dem Kyotobasisjahr 1990 kommen. Oberösterreich kann nicht im Alleingang das Klima retten. Aber wir können zeigen, dass Klimaschutz machbar ist und auch eine Industrieregion wie Oberösterreich wirtschaftlich erfolgreich Klimaschutz realisieren kann. So können wir Vorbild und Modell werden und von einer großräumigen Umsetzung auch durch Export grüner Technologien nachhaltig profitieren."

Energiewende ist voller Erfolg

Oberösterreich muss den Weg des Klimaschutzes, der mit der Energiewende so eindrucksvoll zu gehen begonnen wurde, weiterbeschreiten und auf der gesamten Breite aktiv werden. Nur durch eine zusätzliche Ernährungs- und Verkehrswende können wir weltweit den Klimawandel bremsen – dies wollen wir Grüne in Oberösterreich vorzeigen und unser Land zum wirtschaftlich prosperierenden Klimamusterland machen.

Die Energiewende ist schon jetzt ein voller Erfolg für Oberösterreich, denn durch die Nutzung der Erneuerbaren erspart sich unser Bundesland Energieimportkosten von 1 Milliarde Euro jährlich und die Emissionen konnten um 8 Millionen Tonnen abgesenkt werden.

Dachstein Gletscher
Der Gletscher gestern - und heute ...

Hintergrund:

klimawandel bringt gletscher zum schmelzen

Gletscher sind empfindliche Indikatoren für Klimaänderungen. In Oberösterreich werden deshalb seit 2006 Messungen am Hallstätter Gletscher zur Untersuchung des direkten Zusammenhangs zwischen Klima und Gletschern durchgeführt. Dabei werden sogenannte Gletschermassenbilanzen für einen fixen Zeitraum (vom 1. Oktober bis zum 30. September) erstellt. Danach wird untersucht, was sich in diesem Zeitraum gegenüber dem Ausgangszustand geändert hat: Hat der Gletscher an Masse hinzugewonnen oder verloren.

Die Messungen für 2013/2014 ergeben zwar einen eher geringen Verlust. Das liegt an den ergiebigen Niederschlägen in den Sommermonaten, welche die spärlichen Winterschneefälle weitestgehend ausgleichen konnten.

Der Trend ingesamt geht aber eindeutig in Richtung Abschmelzen. Der für den Gletscher bedrohliche Schmelzprozess setzt sich fort.

LinkAktuelle Informationen zum Hallstätter Gletscher im Gletschertagebuch

Klimawandel - Dachstein Gletscher #klimaoffensive

Erfahr mehr: http://gruene.at/themen/umwelt/der-klimawandel-ist-laengst-wirklichkeit Musik von: "Going Home" by Audiobinger (http://freemusicarchive.org/music/Audiobinger/~/Going_Home)

Video auf Youtube
Headerslider Klimaoffensive Faymann