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am 29. Oktober 2012

Bio-Land­wirt­schaft ist eine notwendige Chance

- Biolandbau sorgt für fruchtbare Böden, sauberes Trinkwasser und Artenvielfalt. In den Regionen ist Bio ein langfristiger Entwicklungsmotor. Und: zukunftsweisende Agrarpolitik schmeckt einfach besser.

Nein, industrielle Landwirtschaft ist nicht mehr zu rechtfertigen. Klima- und Umweltkatastrophen, Hunger und Unterernährung sind viel zu lange schon Alltag in unserer Welt. Eine grundlegende Wende in der Agrarpolitik ist unvermeidbar und zwingend notwendig. Die Landwirtschaft der Zukunft muss eine nachhaltige Produktion sein. Das bedeutet Respekt gegenüber den Bedürfnissen der KonsumentInnen und ebenso großen Respekt gegenüber der Umwelt. 

Klein aber erstklassig

Die österreichische Landwirtschaft ist klein strukturiert. Sie kann den Konkurrenzkampf mit den Großen der Agrarindustrie schlichtweg nicht aufnehmen. Eine nachhaltige ökologische Produktion von Lebensmitteln ist daher die einzig zukunftsweisende Strategie für die österreichische Landwirtschaft. Die erstklassige Qualität ihrer Produkte macht sie zu einer unverwechselbaren Alternative, die auch international überzeugt. Als solche muss sie auch auf den Märkten positioniert werden. Denn Bio schmeckt einfach besser, nicht nur in Österreich.

Fortschritt statt Sackgasse

Das industrielle Agrarmodell führt in die Sackgasse. Im Kampf um die Marktanteile großer Konzerne kommt es zu einer massiven Konzentration in der Lebensmittelbranche. Begleitet wird diese Entwicklung von einer Industrialisierung der Lebensmittelproduktion. Für die Lebensmittel selbst bedeutet das häufig mehr Konservierungsmittel, mehr Zusatzstoffe und nicht selten Gentechnik. Das muss nicht so sein. Die Alternative Biologischer Landbau ist der einzig konsequente Weg, dieser kurzsichtigen Ausbeutung Einhalt zu gebieten. Er ist nicht nur Entwicklungsmotor in den Regionen und erhält eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, sondern sichert auch fruchtbare Böden, sauberes Trinkwasser und Artenvielfalt.

Bio für alle

Bio-Qualität muss für alle Menschen möglich sein: für all jene, die selbst kochen und für all jene, die sich täglich außer Haus versorgen müssen (am Arbeitsplatz, in Schulen, Kindergärten oder PensionistInnenheimen). Im Sinne einer Vorbildwirkung sollen Bundeseinrichtungen deshalb den Bio-Grundsatz in die Praxis umsetzen. Es muss eine ökologische Offensive im öffentlichen Beschaffungswesen in Angriff genommen werden. Darüber hinaus müssen die Förderungen für Biolandwirte erheblich erhöht und die Möglichkeiten zur Vermarktung erweitert werden. Biolandbau stärkt nicht zuletzt auch den Tourismus. 

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