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am 29. Oktober 2012

Unnötige Tierversuche einstellen

- Anstatt Millionen von Tieren in der Forschung zu quälen, müssen Alternativen gefördert werden. Das schützt die Tiere und die KonsumentInnen vor Nebenwirkungen. Denn die Forschungsergebnisse lassen sich nicht mit Sicherheit auf die Menschen übertragen.

Millionen von Versuchstieren werden jedes Jahr in der Forschung gequält und getötet. Doch viele dieser Tierversuche sind sinnlos. Denn die Ergebnisse am künstlich geschädigten Tier lassen sich nicht einfach mit der notwendigen Sicherheit auf den Menschen übertragen. Mit Tieren wird vor allem in der medizinischen und pharmakologischen Forschung experimentiert. Darüber hinaus  erfolgen Tierversuche in der chemischen, agrarischen und kosmetischen Industrie; Tiere werden in den Bereichen Raumfahrt und Militär sowie in der Ernährungs- und Umweltforschung eingesetzt. Allein in Österreich wurden 2009 in Österreich an 121.814 Tieren, 2010 an 114.578 Tieren und 2011 191.288 Tierversuche durchgeführt.

Alternativen statt Nebenwirkungen

Doch für eine ernst gemeinte, gezielte Förderung und Entwicklung dieser Alternativmethoden, müssen hierfür Gelder zur Verfügung gestellt werden und die Auflagen für Tierversuche erhöht werden. Für Tierversuche muss das das RRR-Prinzip gelten: Refine, reduse, replace. Die „unvermeidbaren“ Tierversuche müssen sicherstellen, dass sie so wenig Leid, wie irgend möglich produzieren, die Zahl der Versuche muss reduziert werden und schliesslich müssen Tieversuche durch alternative Methoden ersetzt werden.

Weniger Experimente, mehr Schutz für Tier und Mensch

In einem ersten Schritt müssen die Genehmigungsverfahren im Sinne des Tierschutzes verschärft werden, die Ersatzmethoden zu den grausamen Tierversuchen stark gefördert und die Anzahl der Tierversuche deutlich verringert werden.

Ab 13. März 2013 soll auch für Kosmetik, für die außerhalb der EU Tierversuche durchgeführt wurden, ein Verbot gelten. Die EU-Kommission wollte diesen Termin um 10 Jahre hinauszögern, inzwischen ist stattdessen von Ausnahmenregelungen die Rede. Um so dringlicher wird eine klare Politik. Die vielen ethischen und wissenschaftlichen Bedenken formen für uns Grüne eine klare Position: der Ausstieg aus den Tierversuchen ist dringend notwendig. Unnötige Tierversuche müssen eingestellt werden.

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