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am 15. März

Gütesiegel für Betriebe, die auf Lebendrupf verzichten

Christiane Brunner - Daunen von Lebendrupf und Stopfmast sind in Österreich verboten. Bei Importen ist die Rechtslage leider anders. Wir Grüne wollen ein Gütesiegel für den Bereich Tierschutz.

Bild: Hausgänse auf Wiese

Laut der Tierschutzorganisation 'Vier Pfoten' ist der Weg von Daunen ein sehr langer, bis diese schlussendlich in Decken und Kissen landen. Von der Aufzucht geht es zum Gänsemastbetrieb, dann zum Schlachthof, wo die Tiere geschlachtet werden. Danach kommen sie in die Daunen-Waschanlage bis sie bei der Produktionsfirma landen, in der Daunen aus verschiedenen Betrieben vermischt werden können. Die Lieferketten sind sehr undurchsichtig und Marken können oft nicht komplett ausschließen, dass für die von ihnen verarbeiteten Daunen Tiere gequält wurden. Der Grund dafür sind lückenhafte Kontrollsysteme.

„In Österreich sind tierquälerische Praktiken wie Lebendrupf und Stopfmast verboten. Für Importe gilt dies allerdings leider nicht.“
Christiane Brunner, Grüne Tierschutzsprecherin

Es wird davon ausgegangen, dass in einem Daunen-Polster die Federn von 15 Gänsen stecken. In einer Bettdecke sogar von 40 Gänsen. Wer es auch aus ethischen Gründen ablehnt, Leber aus Stopfmast zu verzehren, möchte höchstwahrscheinlich auch keine Daunen von zwangsgestopften oder lebend gerupften Gänsen und Enten in Kopfpolster und Bettdecke haben.

Wir Grüne fordern daher ein Gütesiegel für den Bereich Tierschutz, das den KonsumentInnen Sicherheit über die Herkunft von Daunen gibt. Dieses darf nur an LieferantInnen vergeben werden, die auf Lebendrupf und Stopfmast verzichten.

Unsere Tierschutzsprecherin Christiane Brunner hat daher einen Entschließungsantrag zu diesem Thema gestellt.

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