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am 11. Dezember 2015

Badawi im Hungerstreik: Mehr Druck machen!

Alev Korun - Saudi Arabien verhöhnt mit der Isolationshaft von Raif Badawi die gesamte EU. Der internationale Druck muss endlich verstärkt werden!

Isolationshaft in der Wüste

​Wie nun medial berichtet wird, spitzt sich die Lage für den inhaftierten Menschenrechtsaktivisten Raif Badawi in Saudi-Arabien immer weiter zu: Er wurde in ein Isolationsgefängnis mitten in der saudischen Wüste verlegt, wo die Kommunikation zur Außenwelt abgeschnitten ist. 

Saudi-Arabien sind Menschenrechte egal

Damit eskaliert das saudische Regime absichtlich weiter und verdeutlicht einmal mehr, dass es auf Menschenrechte ebenso wie auf religiösen Dialog pfeift. Denn Badawi wurde vom saudischen Regime deshalb inhaftiert und zu tausend Peitschenhieben verurteilt, weil er auf seiner Internetseite "Liberal Saudi Network" immer wieder die Religionspolizei für ihre harte Durchsetzung der in dem wahhabitischen Königreich vorherrschenden strengen Auslegung des Islam kritisiert hatte.

„Die österreichische Regierung muss mit EU-Institutionen den Druck für die Freilassung von Badawi und seinem Anwalt erhöhen.“
Alev Korun

REGIERUNG SCHAUT TATENLOS ZU

Trotzdem sehen unsere Regierung und der Außenminister untätig zu, wie eben dieses totalitäre Saudi-Arabien nun mitten in Wien sein 'König Abdullah-Zentrum für interreligiösen Dialog' betreibt und damit die Welt, und auch die EU - die Badawi nun den Sacharow-Preis verleiht - offen verhöhnt", kritisiert unsere Menschenrechtssprecherin Alev Korun das Totstellen der österreichischen Regierung scharf.

KURZ VERWEIGERT AUSKUNFT

"Als ich Außenminister Kurz im letzten außenpolitischen Ausschuss auf den brisanten Bericht des Laizismus-Instituts in Paris bezüglich der Umtriebe und Agenden des KAICIID ansprach, hat dieser zugegeben, den Bericht zu kennen, verweigerte aber dem Parlament mehr Auskünfte dazu. Das passt gut in die bisherige Tot-Stellen-Taktik der ÖVP in diesem Bereich und soll wohl vom brisanten Inhalt dieses kritischen Berichts ablenken. Aus dem Grund werde ich dazu eine ausführliche parlamentarische Anfrage einbringen", so Korun und fragt: "Die österreichische Regierung muss mit EU-Institutionen den Druck für die Freilassung von Badawi und seinem Anwalt erhöhen. Oder will Minister Kurz nach einem zu befürchtenden Hungerstreik-Tod von Badawi mit diesem saudischen Regime weiter 'dialogisieren'?"

Mahnwache gegen die Betrafung von Raif Badawi
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