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am 30. Oktober 2012

Das zweite Kindergartenjahr steht Kindern zu

- Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr ist für alle Kinder sinnvoll. Es nur unter der Perspektive „Spracherwerb und Integration“ zu betrachten, ist gefährlich und falsch.

Bildung beginnt nicht erst in der Schule. Sondern im Prinzip ab dem ersten Lebenstag. Je früher die gemeinsame Bildung beginnt und je länger sie andauert, desto höher ist auch die Chancengleichheit. Gemeinsames Lernen kann die Einflüsse des Elternhauses nie völlig auslöschen – das soll es auch gar nicht!. Doch es würde für mehr Gerechtigkeit sorgen. Deshalb ist ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr eine Chance und für alle Kinder gleichermaßen sinnvoll.

Es ist ein Fehler, dieses nur unter dem Integrationsaspekt zu sehen und auf Kinder mit Sprachschwierigkeiten zu beschränken. Der Besuch von Kindergärten erhöht nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten, sondern ist auch ein Boost für die motorischen Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen aller Kinder, egal welcher Muttersprache.

Das zweite Jahr ist ein Recht

„Zahlreiche Studien belegen, dass der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft bereits im Kindergarten gelegt wird“, sagt Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen. „Daher steht der Kindergartenbesuch allen Kindern gleichermaßen zu und trägt zu Chancengleichheit im weiteren Verlauf des Lebens bei. Wir Grüne fordern deshalb den zweijährigen verpflichtenden Kindergartenbesuch für alle Kinder.“

Dass Integrationsstaatssekretär Kurz die Debatte um das zweite verpflichtende Kindergartenjahr vorantreibt, ist positiv. Neben der Konzentration den Integrationsaspekt hat die Debatte aber auch noch andere Baustellen im Bereich der Elementarpädagogik. Vor allem die Frage der akademischen Ausbildung aller PädagogInnen ist immer noch völlig ungeklärt. Hier muss sich endlich etwas bewegen. Die Zukunft unserer Kinder muss uns etwas wert sein.

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