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am 8. November 2013

Zum 75. Jahrestag der Novemberpogrome

- Vor genau 75 Jahren wurden jüdische BürgerInnen und Bürger in den Novemberpogromen Opfer von beispielloser Diskriminierung und Demütigung. Gedanken zu einem der furchtbarsten Tage in der Geschichte Österreichs.

"Der bevorstehende Jahrestag der Reichspogromnacht am 9. November 1938 erinnert uns an einen der furchtbarsten Tage in der Geschichte Österreichs. Die Novemberpogrome markieren den grausamen Beginn der systematischen Verfolgung von Österreichs Jüdinnen und Juden und mündeten wenige Jahre später in den Holocaust an der jüdischen Bevölkerung Europas", sagt Eva Glawischnig.

Offene Auseinandersetzung mit NS-Zeit wichtig

Das Erbe des Nationalsozialismus verpflichtet uns zur offensiven Auseinandersetzung mit der NS-Zeit, zu einer umfassenden Gedenkkultur, aber auch zur Wachsamkeit gegenüber aktuellen rechtsradikalen Tendenzen. "Wir müssen auch in den kommenden Jahren alles daran setzen, dass Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus geächtet bleiben und in der Mitte der Gesellschaft nicht geduldet werden", meint Glawischnig.

„Wir müssen alles daran setzen, dass Antisemitismus, Rassismus und Rechts­extremismus geächtet bleiben und in der Mitte der Gesellschaft nicht geduldet werden.“
Eva Glawischnig
RECHTSEXTREMISMUSBERICHT notwendig!

Der vor wenigen Tagen zu Ende gegangene Neonazi-Prozess in Wels macht deutlich, dass nationalsozialistische Folklore, rassistisches Gedankengut und der daraus resultierende Hass in Teilen der Bevölkerung immer noch virulent sind. "Es ist daher dringend erforderlich, dass der unter Schwarz-Blau abgeschaffte Rechtsextremismusbericht endlich wieder eingeführt wird", sagt Glawischnig.

UNGARN: GEDENKEN AN 9. NOVEMBER IST MAHNUNG FÜR GEGENWART

Der Blick über die Grenzen in unser Nachbarland Ungarn zeigt, dass das Gedenken an die Opfer des 9. November 1938 eine Mahnung für die Gegenwart ist. Glawischnig: "Die dortige Horthy-Renaissance ist eben nicht nur eine Provokation, sondern eine zynische, gefährliche und inakzeptable Verklärung faschistischer Vergangenheit. Wir müssen auch auf europäischer Ebene deutlich machen, dass wir Antisemitismus keinesfalls dulden, egal in welcher Verkleidung er auftritt."

ALLE INFORMATIONEN AUF PARLAMENTS-WEBSITE

Wir möchten außerdem darauf hinweisen, dass Nationalratspräsidentin Barbara Prammer die löbliche Initiative ergriffen hat, die Informationen zu den vielen aus Anlass des Gedenkens an die Novemberpogrome stattfindenden Veranstaltungen in Österreich zu bündeln: Informationsseite des Parlaments zum 9. November


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