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am 12. Oktober 2012

Wien bekommt ein Deserteursdenkmal

Die Redaktion - Endlich ist es soweit: die Wiener Stadtregierung setzt als erste österreichische Gebietskörperschaft ein Deserteursdenkmal um, das an die Opfer der NS-Militärjustiz erinnert. Am Ballhausplatz.

Das Deserteursdenkmal wird künftig als wichtiger Teil der Wiener Gedächtniskultur in der Volksgarteneinbuchtung am Ballhausplatz an die Opfer der NS-Militärjustiz erinnern. Der Standort ist ein würdiger Ort, um im Zentrum der Stadt, in der Nähe von Bundeskanzleramt und Präsidentschaftskanzlei an jene zu erinnern, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um nicht in der NS-Wehrmacht dienen zu müssen und jene, die von NS-Militärjuristen ermordet wurden.

Die Entscheidung für diesen Standort fiel unter enger Einbindung des Personenkomitees "Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz", zahlreicher ExpertenInnen und der Anrainer. Damit wurde nach einer intensiven Planungsphase, in der auch die bedeutende Rolle der Wehrmachtsdeserteure fundiert dargestellt wurde, der geeignete Ort zur Erinnerung und Mahnung gefunden.

Nunmehr geht es um die rasche Umsetzung, mit der "KÖR Kunst im öffentlichen Raum" beauftragt wird. Das Mahnmal wird hoffentlich so rasch wie möglich umgesetzt. Dabei wird KÖR auf die Vorgangsweise über eine Projektjury, eine fundierte historische Begleitung und einen geladenen Wettbewerb zurückgreifen. Noch im Jahr 2013 soll das Deserteursdenkmal dann stehen.

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