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am 28. Jänner 2015

Gegen WKR-Ball: Jetzt Zeichen setzen!

- 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz soll am 30. Jänner am Heldenplatz in Wien ein starkes und friedliches Zeichen gegen den rechtsextremen Burschenschafterball gesetzt werden.

Friedliches und gewaltfreies Zeichen setzen

"Mit der Veranstaltung 'Jetzt Zeichen setzen' werden die Grünen gemeinsam mit Holocaust-Überlebenden ein friedliches, gewaltfreies Zeichen gegen den Burschenschafterball am 30.1. in der Hofburg setzen. Wenige Tage nach der 70. Wiederkehr der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz soll damit deutlich gemacht werden, dass ein deutschnationaler Ball, auf dem sich in den vergangenen Jahren das Who-is-who der rechtsextremen Szene vernetzt hat, fehl am Platz ist", ruft Eva Glawischnig, unsere Bundessprecherin und Klubobfrau, zur Teilnahme an dieser Kundgebung auf.

Glawischnig fordert weiters dazu auf, dass alle Proteste gegen den WKR-Ball friedlich und gewaltfrei ablaufen sollen. "Das ist die einzige einer demokratischen Gesellschaft angemessene Form des Protestes gegen den WKR-Ball", so Glawischnig. Sie appelliert zudem an die Polizei, auf deeskalierende Maßnahmen zu setzen.

„Wir wollen, dass am 30. Jänner am Heldenplatz ein starkes und friedliches Zeichen gegen den rechtsextremen Burschenschafterball gesetzt wird.“
Eva Glawischnig und Albert Steinhauser

Alle Seiten sollen zur Deeskalation beitragen

Es ist wichtig, dass viele Menschen zeigen, dass sie 70 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz einen deutschnationalen Ball in der Hofburg für falsch halten. Gedenkfeiern sind wichtig, wir müssen daraus aber die richtigen Schlüsse für die Gegenwart ziehen und dort Engagement zeigen, wo es notwendig ist", begründet unser stellvertretender Klubobmann, Albert Steinhauser, unsere Unterstützung für die Protest-Plattform "Jetzt Zeichen setzen".

Gewaltfreier Protest am 30. Jänner

Für Steinhauser ist der WKR-Ball ein Ort der Vernetzung des Who-is-who der rechtsextremen Szene und hat das Ziel, sich einen harmlosen bürgerlichen Anstrich zu geben. Gemeinsam mit Holocaust-Überlebenden wollen daher zahlreiche Organisationen am 30. Jänner ab 18.30 Uhr am Wiener Heldenplatz einen Gegenakzent setzen.

Für uns Grüne ist unmissverständlich klar, dass diese Proteste gewaltfrei verlaufen sollen. "Alle Beteiligten und alle Seiten sollten einen Beitrag zur Deeskalation liefern. Der FPÖ darf keine Chance gegeben werden, sich in irgendeine Opferrolle zu flüchten", betont Steinhauser.

Bild: 70 Jahre Befreiung Auschwitz: Jetzt Zeichen setzen!
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