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am 22. November 2012

Vom Recht auf Gesundheit

Die Redaktion - „Wer Geld hat, bleibt gesünder“ darf nicht zum Slogan der Gesundheitspolitik werden.

Trotz eines guten Gesundheitssystems gibt es in Österreich seit Jahren bekannte und krasse Versorgungsdefizite. Im Bereich der Kinder- und Jugendheilkunde, insbesondere der Kinder und Jugendpsychiatrie, herrscht ein Mangel an FachärztInnen und interdisziplinären ambulanten und stationären Angeboten. Wartezeiten von vielen Monaten bis über ein Jahr hinaus verzögern Diagnosen und Therapien. Auch der private Finanzierungsanteil bei Psychotherapien, Logopädie, Physiko- und Ergotherapie ist vielfach zu hoch.

Diskriminierung psychisch Kranker

Auch psychisch Kranke werden gegenüber körperlich Kranken krass diskriminiert, denn die  Leistungen der Kassen bei Psychotherapien sind bei weitem nicht kostendeckend. Fehlende Behandlungsplätze in der Neurorehabilitation und ein sehr zögerliches Umsetzen einer abgestuften Hospiz-und Palliativversorgung bescheren uns selbst im Sterben eine Zwei Klassen-Medizin. Es kann angesichts dieser Defizite doch nicht von einer Sanierung der Kassen die Rede sein, wenn zahlreichen Menschen Therapien vorenthalten oder nur schwer zugänglich gemacht werden und sie nicht selten nur für Wohlhabende leistbar sind. Ich fordere die Bundesregierung auf, nicht weiter die Augen vor diesen traurigen Tatsachen zu verschließen, sondern endlich ein Konzept mit einem verbindlichen Finanzierungsplan zu erstellen, das geeignet ist, diese Benachteiligung vieler PatientInnen ehestmöglich zu beseitigen.

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