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am 30. Juli

Disoski zum Equal Pension Day: Frauen verdienen Fairness

Meri Disoski - Pension Gap beträgt immer noch über 40 Prozent

 „Noch immer bekommen Frauen um über 40 Prozent niedrigere Pensionen als Männer. Der Equal Pension Day ist der Tag, an dem Männer bereits so viele Pensionseinkünfte erhalten haben, wie Frauen das gesamte Jahr über bekommen werden“, sagt die Frauensprecherin und Frauenvorsitzende der Grünen, Meri Disoski, anlässlich des morgigen Equal Pension Days. "Dieser hat sich zwar seit dem vergangenen Jahr um einen Tag nach hinten verschoben, am Ziel sind wir aber noch lange nicht. Frauen verdienen Fairness. In Österreich sind es in erster Linie Frauen, die in der Altersarmut landen. Das muss sich ändern“, hält Disoski fest. 

Erste Schritte in diese Richtung sind bereits im ersten Jahr der Grünen Regierungsbeteiligung erfolgt. „Mit dem Frühstarter*innenbonus haben wir eine echte Hackler*innenregelung geschaffen. Die Anhebung der Mindestpensionen stellt ebenfalls eine Maßnahme zur Armutsprävention dar“, unterstreicht die Grüne Frauenvorsitzende. 

Die Ursachen für die ungleichen Pensionen liegen im Erwerbsleben von Frauen: „Wie eine aktuelle Studie von Wifo, AK und FORBA zeigt, arbeitet nur jede zweite Frau bis zum Pensionsantrittsalter. Diese Kluft trägt wesentlich zur Altersarmut bei und muss geschlossen werden. Damit Frauen nicht über schlechtere Bezahlung, schwierige Arbeitsbedingungen, Diskriminierung am Arbeitsplatz und die Teilzeitfalle direkt in die Altersarmut rutschen, brauchen wir vor allem strukturelle Maßnahmen“, unterstreicht Disoski und ergänzt: „Wir Grüne kämpfen deshalb für verpflichtende Lohntransparenz, faire Arbeitsbedingungen bis zum Pensionsantrittsalter, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung und eine faire Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen den Geschlechtern."

Noch immer beträgt der Equal Pension Gap über 40 Prozent. Die Grünen werden auch in den nächsten Jahren daran arbeiten, diesen zu verringern – denn Frauen verdienen Fairness im Erwerbsleben wie auch in der Pension. „Allein, dass der Gender Pay Gap beim Bruttostundenlohn immer noch 20 Prozent beträgt, ist völlig inakzeptabel“, sagt Disoski. „Unser Ziel ist ein geschlechtergerechtes Lohn- und Pensionssystem, das den vielfältigen Lebensrealitäten von Frauen Rechnung trägt“, hält Disoski fest.