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am 16. Jänner

Volle Fahrt für die Grüne Frauenpolitik!

Ewa Dziedzic, Monika Vana - Am 13.1. fand in Linz das Vernetzungstreffen der Grünen Frauen Österreichs statt. Mit einem kräftigen Lebenszeichen haben Grüne Frauen aus allen Bundesländern ihre Aktivitäten für 2018 geplant.

Nach dem Desaster bei der Nationalratswahl haben auch die Grünen Frauen (GFÖ) viel analysiert und ihre Schlüsse gezogen. Auch wenn wir Grünen nicht mehr im Nationalrat vertreten sind und die bisherige Frauensprecherin Berivan Aslan nicht mehr im Amt ist, braucht es einen gemeinsamen Widerstand gegen die Pläne der neuen Bundesregierung. 

Antifeminismus braucht klare Antworten!

Die antifeministische Linie zieht sich durch das gesamte Regierungsprogramm: 

  • ​Der Familienbonus ist für besserverdienende Frauen ein Anreiz, zu Hause zu bleiben während niedrigverdienende Alleinerzieherinnen leer ausgehen. 
  • Die Sozialkürzungen verschärfen Armut, von der Frauen immer stärker betroffen sind als Männer. 
  • Mühevoll erkämpfte feministische Errungenschaften müssen laufend vor Rückschritten bewahrt werden. 

NEUE SPRECHERIN HAT VIEL VOR!

Ewa Dziedzic, bisher Vorsitzende im Koor-dinationsteam, wurde einstimmig zur neuen Sprecherin der Grünen Frauen Österreich gewählt. Sie will im Jahr 2018 den Fokus auf Chancengerechtigkeit in der Arbeitswelt und die persönliche Integrität von allen Frauen legen.



„Wir Grüne setzen uns im Europaparlament dafür ein, dass wichtige frauenrechtliche Gesetzesvorhaben wieder vorankommen, Frauenarmut bekämpft und die Lohnschere endlich geschlossen wird.“
Monika Vana, Grüne EU-Abgeordnete
Die Grünen Frauen Österreichs, 2018.
Die Grünen Frauen Österreichs bei ihrem Vernetzungstreffen in Linz, Januar 2018
Viele offene Baustellen

Gewalt, Einkommensschere, ökonomische Abhängigkeit, kaum Absicherung für Selbstständige, keine Aufteilung der karitativen Tätigkeiten bei Erziehung und Pflege, oft kein Einkommen zum Auskommen oder Unsichtbarkeit von Frauen in Führungspositionen der Wissenschaft, Wirtschaft und Politik: Auch 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts gibt es viele offene Baustellen.

grüne agenda: Von Frauenvolksbegehren bis Gewaltschutz

Für Unterstützung für Alleinerziehende genauso wie für Sicherheit im familiären Umfeld und im öffentlichen Raum wollen sich die die Grünen Frauen einsetzen. Wir werden weiters tatkräftig ... 

  • ​das Frauenvolksbegehren unterstützen
  • den Ausbau von Gewaltschutzeinrichtungen einfordern und 
  • wichtige frauenpolitische Projekte und Initiativen unterstützen. 

Am Beispiel von Oberösterreich wurde erst vor Kurzem sichtbar, dass eine schwarz-blaue Koalition die wichtige Arbeit von Frauen anders bewertet, indem ihnen die Fördergelder gestrichen wurden.

Solidarität gefragt - Europaweit! 

Nach den Landtagswahlen im Frühjahr wird die GFÖ auch die Weichen für die nächste für die Zukunft der Grünen entscheidende Bundeswahl stellen – die Europawahl am 26. Mai 2019. 

Für Frauen, europaweit die Mehrheit der Wahlberechtigten, ist das eine wichtige Wahl. Denn in Zeiten des Brexit und des europaweiten Erstarkens Rechtsnationaler Parteien geht es um die Zukunft der EU und der europäischen Zusammenarbeit – ​von der Flüchtlingspolitik über den Ausbau der Sozialunion bis zum Widerstand gegen Handelsabkommen wie TTIP und TiSA. 

Auftakt zum Europawahlkampf bildet bereits die österreichische Ratspräsidentschaft in der 2. Jahreshälfte 2018, für die wir eine aktive proeuropäische Rolle Österreichs einfordern – sei​ das bei Richtlinien wie den Frauenquoten in Aufsichtsräten, für europaweite Mindestlöhne, aber auch für eine Abkehr von der desaströsen Budgetkürzungspolitik der Eurozone. 

Kaum Fortschritte bei der Gleichstellung

In der EU gibt es in den letzten 12 Jahren kaum Fortschritte bei der Gleichstellung von Frauen. In manchen Bereichen gab es sogar Verschlechterungen, wie der letzte Gleichstellungsbericht der EU-Kommission zeigt. Doch ist es die Kommission selbst, die unter Präsident Jean-Claude Juncker verlernt hat, mit gutem Beispiel voranzugehen. So wurde die Mutterschutz-Richtlinie zum Schutz schwangerer ArbeitnehmerInnen von der Kommission bereits gegen massiven Widerstand von uns Grünen und der Zivilgesellschaft zurückgezogen. Eine Frauenquote für Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen hängt seit Jahren am seidenen Faden. Der Gipfel an Verfehlungen ist, dass es seit 2016 nicht einmal mehr eine EU-Gleichstellungsstrategie gibt. Es gibt also viel zu tun für die Grünen Frauen!


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