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am 27. November

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Meri Disoski - Disoski fordert gesetzliche Grundlagen gegen Hass im Netz Grüne für rasche Umsetzung der Istanbul-Konvention

"Gewalt gegen Frauen tritt in vielen Facetten in Erscheinung.  Sexismus, sexuelle Gewalt und sexuelle Belästigung spiegeln sich  dementsprechend auch in der digitalen Welt wider: Eine Studie zeigt,  dass jede dritte Frau* bzw. jedes dritte Mädchen im vergangenen Jahr  mindestens eine Form von Gewalt im Netz erlebt hat. Darunter  Beleidigungen und Beschimpfungen, Drohungen, Cyber-Stalking und  -Mobbing. Der Schutz von Frauen* und Mädchen vor Gewalt im Netz steht  noch zu wenig im Fokus und braucht dringend gesetzliche Grundlagen", sagt  Meri Disoski, Grüne Natonalratsabgeordnete, anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen.

Bis zum 10. Dezember,  dem Tag der Menschenrechte, finden die "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" statt, die weltweit auf die Problematik aufmerksam machen. "Wegen  des hohen Ausmaßes von Gewalt gegen Frauen hat die Bürgermeisterin von  Mexiko-Stadt kürzlich den Notstand in ihrer Stadt ausgerufen, in der  Vorwoche haben in Paris und Rom Großdemonstration gegen Gewalt an Frauen  stattgefunden. Gewalt gegen Frauen kennt keine geografischen Grenzen, Herkunft  oder Einkommen. 19 Frauen wurden in  Österreich im laufenden Jahr von Männern ermordet. Wir brauchen dringend einen  Ausbau der Gewaltprävention und des Gewaltschutzes, die flächendeckende  Betreuung in Frauen*häusern und Opferschutzeinrichtungen und eine rasche Umsetzung der Istanbul-Konvention", sagt Disoski.

Die Istanbul-Konvention ist ein Europaratsübereinkommen  zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. "Gewalt gegen Frauen ist ein strukturelles, auf patriarchale Machtverhältnisse zurückzuführendes Problem und zählt zu den schwersten geschlechtsspezifischen Menschenrechtsverletzungen. Die Istanbul-Konvention des Europarats gilt als Meilenstein im europaweiten  Kampf gegen Gewalt an Frauen. Österreich hat dieses Übereinkommen 2013  ratifiziert, eine Expert*innengruppe hat im Vorjahr den Umsetzungsstand  kritisiert", sagt Disoski, die auch eine parlamentarische Anfrage  zur Umsetzung der Istanbul-Konvention eingebracht hat.​