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am 15. Juni 2015

Integration: "Alle Kinder sind gleich viel wert"

- Integrationsstaatssekretär Kurz will die Familienbeihilfe für ZuwanderInnen kürzen. Dabei leisten gerade osteuropäische ArbeitnehmerInnen in Österreich wichtige Arbeit!

Sind Kinder rumänischer Eltern weniger wert? Außenminister und Integrationssekretär Sebastian Kurz fordert, Sozialleistungen für ZuwanderInnen zu beschränken. Konkret will er die Familienbeihilfe für in Österreich arbeitende EU-BürgerInnen, deren Kinder im Herkunftsland leben, kürzen. Für unsere Sozialsprecherin Judith Schwentner ist das "unerhört".​

Landarbeit, Pflege, Betreuung alter Menschen

Denn: Die osteuropäischen ArbeitnehmerInnen leisten wichtige Arbeit in Österreich. So werden große Teile der Arbeit in der Landarbeit, in der Pflege und Betreuung von Menschen aus Osteuropa erledigt: "Rumänische ArbeitnehmerInnen in Österreich zahlen denselben Beitrag wie österreichische ArbeitnehmerInnen in den Familienausgleichsfonds (FLAF), nämlich 4,5% ihres Bruttolohns. Wer dasselbe bezahlt, bekommt natürlich auch die gleiche Familienbeihilfe", so Schwentner.

„Rumänische ArbeitnehmerInnen in Österreich zahlen denselben Beitrag wie österreichische ArbeitnehmerInnen. Wer dasselbe bezahlt, bekommt natürlich auch die gleiche Familienbeihilfe.“
Judith Schwentner

kurz schürt Hasspolemik

Kurz öffnet mit seinen unsachlichen Aussagen weitere Türen für Hasspolemik gegen andere EU-BürgerInnen: "Wenn sich Kurz mit seiner Forderung durchsetzt, muss Österreich viel mehr Geld in andere EU-Länder überweisen. Er fordert indirekt einen EU-weiten FLAF, in den alle in der EU einen bestimmten Prozentsatz einzahlen und einen am Durchschnittseinkommen orientierten Betrag wieder herausbekommen. Österreich wäre in so einem Modell ein Nettozahler", so Schwentner. "Das soll Kurz den Menschen sagen. Und dabei kann er gleich auch erklären, warum ArbeitnehmerInnen Beiträge in den FLAF zahlen, der Politiker Kurz aber nicht." 

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