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am 22. März

Glyphosat: EU-Behörde verwendet Monsanto-Studien

Michel Reimon, Wolfgang Pirklhuber - Der US-Saatgutriese Monsanto soll aktiv daran beteiligt gewesen sein, dass Glyphosat weiter verwendet werden darf.

studien von industrie finanziert

Laut Europäischen NGOs soll der US-Agrarkonzern Monsanto aggressiven Einfluss auf die Wissenschaft ausübt und Studien geschönt haben. Auf deren Basis hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) das Pflanzengift Glyphosat als unbedenklich eingestuft. Michel Reimon, unser EU-Abgeordneter, sagt: "Die ECHA hat industrienahe Studien zur Unbedenklichkeit von Glyphosat unkritisch übernommen, obwohl unabhängige KrebsforscherInnen zu anderen Ergebnissen kommen."

„Die Europäische Chemikalienagentur muss ihr Urteil über Glyphosat zurückziehen und unabhängige Studien verwenden. Davor darf die Zulassung für das Gift auf keinen Fall verlängert werden.“
Michel Reimon, Europaabgeordneter

unabhängige Risikoforschung massiv stärken

"Ob bei der Diskussion über die bienengefährlichen Pestizide oder im Zulassungsverfahren von Gentech-Pflanzen, bei Anträgen der Pharmaindustrie oder aktuell im Fall Glyphosat, immer wieder gibt es Belege dafür, dass Konzerne Studien manipulieren und Forschungen für ihre Interessen schönen, bzw. unerwünschte Ergebnisse unter den Tisch fallen lassen", erläutert unser Landwirtschaftssprecher Wolfgang Pirklhuber.

„Wer auf Grundlage von Industrie-Studien entscheidet, ob ein Produkt unbedenklich ist oder nicht, der macht den Bock zum Gärtner.“
Wolfgang Pirklhuber, Landwirtschaftssprecher

was kannst du tun?

Unterschreibe jetzt für das Verbot von Glyphosat und für den Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden.
Bild: EBI Stop Glyphosat

Bis Ende 2017 soll entschieden werden, ob Glyphosat in der EU weiter erlaubt bleibt. Im Januar 2017 haben sich zahlreiche Umweltorganisationen aus ganz Europa zusammengetan und die Europäische Bürgerinitiative (EBI) "Stopp Glyphosat" bei der Europäischen Kommission registriert. Die wird es nicht ignorieren können, wenn die EBI bereits vor der Glyphosat-Entscheidung die Schallgrenze von einer Million Unterschriften erreicht.

"Die Glyphosat-EBI ist ein wichtiger Schritt hin zu einem Aus dieses brandgefährlichen Stoffes! Europas Regierungen und die EU-Kommission müssen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger schützen, anstatt die Profite der Chemiekonzerne zu sichern. Es ist an der Zeit für eine Wende: Kein Gift auf unserem Teller und auf unserem Acker! 2017 kann zum Jahr des Einstiegs in den Ausstieg der Pflanzengifte werden!", so Wolfgang Pirklhuber.

"lasst uns glyphosat bis zum sommer stoppen!"

Europäische BürgerInneninitiative gegen Glyphosat

Das Pflanzengift Glyphosat gefährdet Menschen, Tiere, Pflanzen. Im Juni 2017 werden die Mitgliedsstaaten über ein Verbot abstimmen. Eine europäische BürgerInneninitiative, bei der Umweltorganisationen aus 13 Ländern …

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