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am 17. Mai 2016

EU-Kommission plant massiven AKW-Ausbau

Michel Reimon - Ein geleaktes Papier enthüllt die Pläne der EU-Kommission zum Atomausbau. Spätestens 2030 sollen die ersten Minireaktoren mithilfe von EU-Fördergeldern stehen.

Reimon: "Subventionierte Mini-AKWs gegen Klimawandel absurd"

Die EU-Kommission setzt auf Atomkraft, um so den Ausstoß von CO2 reduzieren. Damit will sie die festgelegten Klimaziele erreichen. In die fast bankrotten Atomkonzerne soll massiv Geld gepumpt werden.

Michel Reimon, unser Europaabgeordneter kommentiert: "Das Vorgehen der Kommission ist absurd. Um die Klimastatistiken zu schönen baut man einfach Minireaktoren und missbraucht dafür den europäischen Investmentfonds EFSI und Forschungsgelder."

Während in Belgien die alten, hochgefährlichen Reaktoren vor sich hin rosten, will man flexible Minireaktoren bauen, offensichtlich in der Illusion, dass sich Nuklearenergie damit endlich für die Atomkonzerne finanziell rentiert.

„Fünf Jahre nach Fukushima will man in diese brandgefährliche Technik investieren. Die EU-Kommission hat überhaupt kein Interesse an klimafreundlicher Energiepolitik, sie vertritt alleine die Interessen der Atomlobby.“
Michel Reimon, Europaabgeordneter

köchl: "ATOM-STRATEGIEPAPIER DER EU-KOMMISSION VERANTWORTUNGSLOS"

"In der EU produzieren wir jetzt schon genauso viel Strom aus Erneuerbaren Energien wie aus Atomkraftwerken", hält unser Anti-Atomsprecher, Matthias Köchl, und weiter: "Die beiden Energieformen sind überhaupt nicht miteinander kompatibel. Es ist also absurd, wenn die Kommission jetzt wieder verstärkt auf Atomkraft anstatt auf 100 Prozent erneuerbare Energie setzen will. Ich kann mir das nur als Kniefall vor den Geschäftsinteressen der einflussreichen Atomkonzerne erklären. Energiepolitisch sind diese Pläne einfach nur verantwortungslos. Das Strategiepapier der Kommission leugnet die tödliche Gefahr, die von Atomkraft ausgeht und die Kosten für Neubau, Betrieb, Rückbau und Entsorgung werden massiv untertrieben. Ich fordere die Bundesregierung auf, sich mit aller Kraft gegen diese Pläne einzusetzen."

„Wir brauchen keine lebensfeindliche Atomkraft! Ich fordere die Bundesregierung auf, sich mit aller Kraft gegen diese Pläne einzusetzen.“
Matthias Köchl, Anti-Atomsprecher
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