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am 13. Mai 2016

Pfingsten: 10.000 Rechtsextreme in Kärnten!

- Mehr als 10.000 Rechtsextreme versammeln sich am Pfingst-Wochenende in Kärnten, warnt unser Rechtsextremismus-Sprecher Karl Öllinger.

Während am Pfingstwochenende die Befreiungsfeiern im ehemaligen Nazi-Konzentrationslager Mauthausen und den Nebenlagern stattfinden, versammeln sich auf dem Loibacher Feld bei Bleiburg /Pliberk in Kärnten/Koroska mutmaßlich bis zu 10.000 Menschen zu einer der größten regelmäßigen rechtsextremen Manifestationen Europas. 

Massenmord verharmlost

Unser Rechtsextremismus-Experte Karl Öllinger warnt: "Bei dieser jährlichen Kundgebung wird das mit den Nazis kollaborierende Ustascha-System bzw. der faschistische kroatische NDH-Staat verherrlicht - verantwortlich für den Massenmord an Juden, Roma und Sinti, SerbInnen und RegimegegnerInnen."


Stoppt die Rechten
„Das brauchen wir mit Sicherheit nicht - faschistische oder nazistische Grüßer während der Befreiungsfeiern.“
Karl Öllinger

"Untragbarer Zustand"

Hinter dem vordergründigen Gedenken an Kriegsgefallene verbirgt sich eine Feier, die dem faschistischen NDH-Staat huldigt. Deswegen reisen auch zahlreiche Rechtsextreme und Neonazis an, nicht nur aus Kroatien. Öllinger: "Das ist ein untragbarer Zustand. Auch wenn nicht alle TeilnehmerInnen Rechtsextreme sind - der Aufmarsch wird für eine rechtsextreme Inszenierung missbraucht - es werden selbst in Kroatien verbotene (Ustascha-)Symbole oder auch Nazi-Symbole gezeigt." Deshalb hat das kroatische Parlament 2012 auch beschlossen, sich als Mitveranstalter der Feierlichkeiten zurückzuziehen und die Finanzierung einzustellen. Unter der neuen rechtskonservativen Regierung und besonders mit dem Kulturminister Zlatko Hasanbegovic, der schon mehrfach durch seine rechtsextremen Positionen aufgefallen und auch im Komitee des rechtsextremen Bleiburg-Aufmarsches verantwortlich tätig ist, gewinnt der rechtsextreme Bleiburg-Kult aber wieder an Bedeutung.

Polizei muss vorbereitet sein

Öllinger fordert Innenminister und Polizei auf, in ausreichender Stärke bei der Veranstaltung vertreten zu sein und auch wachsam und entschieden einzuschreiten, wenn - wie üblich - verbotene Symbole oder Grüße gezeigt werden. "Das brauchen wir mit Sicherheit nicht - faschistische oder nazistische Grüßer während der Befreiungsfeiern."