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am 12. März

1938: Wehret den Anfängen!

Werner Kogler - Angesichts des Gedenkens an den"Anschluss" Österreichs vor 80 Jahren appelliert Kogler an die Regierung, Antisemitismus und Rassimus konsequent zu bekämpfen – und versprochene Projekte zur Aufarbeitung der Geschichte endlich umzusetzen.

„Das Gedenken an den Anschluss im Jahr 1938 ist eine Referenz an die Opfer des nationalsozialistischen Terrorregimes. Wenn es ernst gemeint ist, muss es ein Auftrag sein, den besorgniserregenden gegenwärtigen Entwicklungen konsequent gegenzusteuern“, mahnt unser Bundessprecher Werner Kogler anlässlich des Anschluss-Gedenkens am 12. März 2018. 

"Aktuelle Tendenzen bekämpfen"

„Es macht wenig Sinn, rhetorisch an den Austrofaschismus und Nationalsozialismus zu erinnern, ohne die aktuellen Tendenzen, die Richtung Autoritarismus gehen, zu bekämpfen", so Kogler.

Wien Heldenplatz 1938
Viel Jubel am Wiener Heldenplatz 1938
„Es macht wenig Sinn, rhetorisch an den Austrofaschismus und Nationalsozialismus zu erinnern – ohne die aktuellen Tendenzen, die Richtung Autoritarismus gehen, zu bekämpfen.“
Werner Kogler, Grüner Bundessprecher

regierung muss stellung beziehen

Bundeskanzler Sebastian Kurz ist aufgefordert, anlässlich der täglich aufpoppenden „Einzelfällen“ bei seinem Regierungspartner Stellung zu beziehen. Andererseits wird unserem Land nachhaltig Schaden zufügt. Wo bleiben all' die erinnerungspolitischen Projekte, die schon lange versprochen und bislang nicht umgesetzt wurden? Kogler: „2012 hat der damalige Verteidigungsminister Norbert Darabos die Umgestaltung des Burgtors am Wiener Heldenplatz zu einen Lern- und Erinnerungsort versprochen und in Auftrag gegeben. Die bereits fertigen Pläne landeten in der Schublade. Bevor diese Regierung also neue Projekte plant, soll sie einmal die alten realisieren."

viele leichen in den staatlichen kellern 

Kogler wünscht sich auch, dass sich Österreich ein Beispiel an Deutschland nimmt. Dort wird seit 2005 die NS-Vergangenheit aller Ministerien und der nachgeordneten Stellen systematisch aufgearbeitet. Dass sich Österreich dem bislang nur bruchstückhaft oder teilweise gar nicht gestellt hat, sei ein fortgesetztes bis in die Gegenwart reichendes Indiz für die mangelhafte Aufarbeitung von Österreichs Geschichte. „Hier könnte die Regierung ein Zeichen setzen und Mut beweisen, wenn sie die Leichen, die in den Kellern der staatlichen Stellen liegen, endlich ans Tageslicht holt."


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