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am 27. November 2012

Wir wollen: Chancengerechtigkeit

- Die Grüne Schule ist eine gemeinsame Schule. So bleibt mehr Zeit für die Förderung und Entwicklung jedes einzelnen Kindes. Statt sozialer Auslese werden Talente entdeckt und Begabungen gefördert.

Das österreichische Schulsystem erfüllt die Forderung nach Chancengerechtigkeit und nach sozialem Ausgleich nur unzureichend. Einer der Hauptgründe dafür ist die am Ende der Volksschule zu treffende Entscheidung, welche Schule fortan besucht werden soll bzw. darf. Diese Entscheidung im Alter von 9 1/2 Jahren nimmt oft die gesamte berufliche Laufbahn vorweg. Sie setzt Kinder und vor allem deren Eltern unter enormen Druck, obwohl sie weniger auf den Kompetenzen der Kinder als auf ihrem familiären Hintergrund basiert.

Kein Kind zurücklassen - Chancengerechtigkeit von Beginn an

Spielerische vorschulische Förderung für alle Kinder ist die einzige Gewähr für einen fairen Start in die Schule. Sie bereitet alle Kinder optimal auf die Schule vor. Deshalb schließt die Grüne Schule die vorschulische Förderung mit ein. Die Grünen sind damit die einzigen, die den vorschulischen Bereich zu einem festen Bestandteil ihrer Bildungspolitik machen.

Eine Behinderung ist nicht heilbar – behindern schon

Sonderschulen und Sonderschullehrpläne hindern Kinder mit Behinderungen daran, ihr volles Potential auszuschöpfen. Statt also Kinder auf Grund von Behinderungen in Sonderanstalten zu separieren, müssen an allen Schulen die Voraussetzungen für den Inklusiven Unterricht, also die volle Teilhabe am Schulleben für Kinder mit Behinderungen, geschaffen werden. In anderen Ländern wie z.B. in Südtirol ist das längst selbstverständlich.

Bildungsarmut ist erblich

In Österreich bestehen große Unterschiede im Schulerfolg zwischen SchülerInnen aus benachteiligten Familien und Kindern höherer Bildungsschichten. Die Schule braucht vor allem Zeit, um Bildungsdefizite aus dem Elternhaus zu beheben. Zeit bedeutet, dass Schule den ganzen Tag über stattfindet, dass Förderangebote in der Schule bereitgestellt werden, dass SozialarbeiterInnen und FörderlehrerInnen bereitstehen um Kinder und Jugendliche zu fördern und zu begleiten.

Ein Recht auf den Kindergarten

Ein Kindergartenplatz ist in Österreich keine Selbstverständlichkeit, sondern noch immer ein Privileg. Vor allem an Kindergartenplätzen, die mit einer Berufstätigkeit beider Eltern vereinbar sind, besteht ein großer Mangel. Kindergärten, die über Mittag geschlossen haben, während der Sommermonate 6 Wochen zusperren oder unter der Woche um 16 Uhr ihre Türen schließen, sind Alltag in vielen Gemeinden. Ein Rechtsanspruch auf einen qualitativ hochwertigen und kostenlosen Kindergartenplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr ist eine Bildungsmaßnahme und unterstützt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Damit alle Kinder in Österreich beste Bedingungen im Kindergarten vorfinden brauchen wir bundesweit einheitliche Standards für den elementaren Bildungsbereich. Dies sollen die Ausbildung und Bezahlung der KindergartenpädagoInnen, die Gruppengröße und Ausstattung der Kindergärten sowie die Bildungsziele definieren.

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