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am 17. August 2015

Sprachförderung: Das Grüne Modell

- Statt Kinder mit Sprachdefiziten auszuschließen, wollen wir Grüne ein inklusives Zweisäulenmodell in der Sprachförderung. Eines, das a l l e Kinder fördert.

In Sachen frühe Sprachförderung für Kinder geht bei der Regierung nichts weiter. Wesentliche Probleme werden nicht angesprochen wie beispielsweise die desaströse Budgetsituation. Die Strategie der Regierung? Man verlagert die Probleme in die Schulen und gibt dem Ganzen ein gut klingendes und optisch aufgeputztes Mascherl mit dem Namen „Schulautonomie“. 

Ein Fleckerlteppich der Bildung

Aber: Durch die Verländerung des Schulwesens würde die Schulverwaltung zu einem bildungspolitischen Fleckerlteppich werden. Zudem würde der Einfluss der Parteien stärker und nicht schwächer, die Finanzprobleme an den Schulen dagegen größer.​

„Kinder lernen von Kindern am meisten. Auf diesen großen Vorteil dürfen wir nicht verzichten.“
Harald Walser, Bildungssprecher

DAS GRÜNE MODELL – SO LERNEN ALLE KINDER DEUTSCH!

Unser Modell orientiert sich zum einen an Hamburg, wo die permanente Sprachförderung von allen Kindern vom Kindergarten bis zum Ende der Grundschule vorgesehen ist. Die Sprachförderung ist in den Alltag integriert, findet in allen Kindertagesstätten statt und beinhaltet auch die Förderung der Erstsprache. Dabei sollen die Eltern über Sprachkurse und Veranstaltungen schon früh eingebunden werden:

  1. Das Hamburger Modell zur Sprachförderung ("FörMig – Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund") sieht eine frühe durchgängige Förderung der Erstsprachen und der Bildungssprache von Kita bis Ende der Grundschule vor. Die alltagsintegrierte sprachliche Bildung und Sprachförderung sind als durchgängige Prinzipien im pädagogischen Alltag aller Kitas verankert. Das beinhaltet auch die Förderung der Erstsprachen.
  2. Die Volksschule Neu mit einer flexiblen Schuleingangsphase. Dafür sollen die Klasseneinteilung aufgehoben und die ersten beiden Schuljahre als "Grundstufe 1" geführt werden, für die die Kinder zwischen ein und drei Jahre Zeit haben. Auch Schulreifefeststellungen, Vorschulklassen oder außerordentliche SchülerInnen soll es nicht mehr geben. Zum Ausgleich sollen in der Grundstufe 1,5 Lehrkräfte pro Gruppe zur Verfügung stehen: "Mindestens 50 Prozent des Unterrichts werden also von einer zweiten Lehrkraft unterstützt", so Walser.
„Wir wollen Integration statt Ausgrenzung, wir wollen Kinder zusammenführen statt sie zu trennen, und wir wollen ihnen die bestmögliche Sprachförderung ermöglichen.“
Harald Walser

Die Grüne Eingangsstufe ist inklusiv:

  • keine Schulreifefeststellung
  • kein sonderpädagogischer Förderbedarf
  • keine außerordentlichen SchülerInnen
  • keine frühe Stigmatisierung
  • Teamteaching, zusätzliches pädagogisches Personal (SonderpädagogInnen, SprachlehrerInnen, SozialarbeiterInnen etc.) = bessere pädagogische Qualität
  • Individuelle Förderung und Zeit, Lernziele zu erreichen
  • Aufstieg in die 3. Schulstufe erst, wenn die Grundkompetenzen aus der Eingangsstufe erreicht sind (Überprüfung z.B. durch Portfolio, individuelle Lernfortschrittsdokumentation, Pensenbuch o.ä.)

Die ausführliche Darstellung des Grünen Modells hier zum Download:

Das Grüne Modell zur Sprachförderung