Bundesländer
Navigation:
am 16. Dezember 2016

Mehr Geld für SchülerInnen mit Sonderförderbedarf

- SchülerInnen mit Behinderung haben spezielle Bedürfnisse, tragen dafür aber viel zum Unterricht bei. Gleichberechtigung jetzt – fordern wir Grünen. Denn immer noch werden zu viele SchülerInnen in teure Sonderschulen geschickt.

Sonderschulen gibt es in vielen Ländern längst nicht mehr. In Österreich besuchen immer noch 35 Prozent der 30.700 PflichtschülerInnen mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ diese Einrichtung, die von nicht wenigen als menschenrechtwidrig angesehen wird. Nur zwei von drei werden in Integrationsklassen unterrichtet. Würde man nur 20 Millionen Euro vom 750 Millionen Euro schweren Ganztagesschulausbau umschichten, wäre ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Gleichberechtigung getan.

Kinder beim Unterricht
Mehr Gerechtigkeit für Kinder mit besonderen Bedürnissen ist gefragt
„Die Pro Kopf-Förderung beim Ausbau der Ganztagsschulen ist nicht zielführend. Das wird den unterschiedlichen Bedürfnissen nicht gerecht.“
Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen

Vorbild Skandinavien und Südtirol

Vorbild in Sachen individueller Förderung ist wieder einmal Skandinavien, aber auch Südtirol. Selbst in kleinsten Orten funktioniert das Miteinander bestens. Die Eltern werden noch vor der Einschulung informiert, dann wird festgelegt, was das kostet. SchülerInnen haben gesetzlich verankert das Recht, im Heimatort mit geeigneten Mittel unterrichtet zu werden. Österreichs Modellregionen für diese „Inklusion“ sind Kärnten, Steiermark und Tirol - ein "weiterer Hohn", weil dafür keine zusätzlichen Gelder zur Verfügung gestellt werden.

„Die Bildungsministerin muss endlich eine Strategie für die Gleichberechtigung von behinderten und nicht-behinderten Kindern vorlegen.“
Helene Jarmer, Behindertensprecherin der Grünen
Helene Jarmer und Harald Walser bei der Pressekonferenz
Helene Jarmer und Harald Walser bei der Pressekonferenz

Dann müssten Mütter, wie ein Beispiel aus Niederösterreich zeigt, Kinder mit Down-Syndrom nicht mehr in eine Sonderschule geben, weil dorthin der Fahrtendienst, im Gegensatz zu einer anderen Schule, kostenlos angeboten wird. Im Wohnort werden Kinder mit Verweis auf die zu geringen Ressourcen bisher abgelehnt.

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.