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am 15. Juli 2013

Mehr Freiheit für Schulen!

- Mehr als 6.100 Schulen gibt es in Österreich - in unterschiedlichsten Größen. Manche Schulen haben weniger als 10, andere mehr als 1.000 SchülerInnen! Trotzdem müssen alle SchülerInnen dieselben Bildungsstandards erfüllen. Das ist aus unserer Sicht nur mit mehr Schulautonmie möglich.

Zwar sehen die derzeitigen Schulgesetze vielfältige Fördermaßnahmen vor, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden. Diese werden aber durch strenge Kriterien wie beispielsweise "Mindestgruppengrößen" oder "Teilungszahlen" beschränkt. 

Freiheit mit Grenzen

Starre Regelungen gibt es auch für die Dauer des Unterrichts, die Beginn- und Endzeiten des Unterrichts, die Arten von Fördermaßnahmen, die Teilnahme an Nachmittagsbetreuung oder bei der Klassenzusammensetzung. Autonom sind Schulen lediglich in der Verwaltung der Mittel aus selbst erwirtschafteten Einnahmen (z.B. aus Vermietung von Werbeflächen) und - eingeschränkt - in der Gestaltung der Stundenpläne. Besonders problematisch ist allerdings, dass Schulen bei der Einstellung von Lehrpersonal kein Mitspracherecht haben, ebenso wenig bei der Bestellung der Schulleitung.

mEHR eNTSCHEIDUNGSFREIHEIT FÜR DIE SCHULEN!

Schulautonomie bedeutet, dass Schulen selbständig im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten den Unterricht, Fördermaßnahmen, Schwerpunkte, den Personaleinsatz oder den Tagesablauf organisieren. Sie übernehmen dabei Verantwortung für ihre SchülerInnen, können aber über den Einsatz der verfügbaren Ressourcen selbst entscheiden und der jeweiligen Situation angepasste Lösungen für ihren Standort entwickeln. Damit Schulen standortbezogene Lösungen entwickeln können, brauchen sie aber eine freie Hand sowohl bei der Organisation, beim Einsatz der Ressourcen  und bei der Auswahl des Lehrpersonal.

Das FORDERN wir:

Freie Hand der Schulen bei Organisation, Ressourcen und Auswahl des Lehrpersonals:

    • bei Unterrichtszeiten und Klassenzusammensetzung
    • bei Fördermaßnahmen, Teamteaching und Kleingruppen
    • für pädagogische, sprachliche, oder themenbezogene Unterrichtschwerpunkte, Projekte und Tagesstruktur

Freie Entscheidungsmöglichkeit der Schulen in der Unterrichtsform:

  • ob halb- oder ganztägigen Unterricht, Nachmittagsbetreuung oder verschränkten Unterricht. Die Schulen brauchen allerdings einen Rechtsanspruch auf Bereitstellung der benötigten Ressourcen. 

Freie Entscheidung der Schulen über die Zusammensetzung ihrer Klassen:

  • Mehrstufenklassen, Führung von Vorschulklassen, Integrationsklassen oder Gruppenteilungen, auch zeitlich beschränkt. Die Klassenorganisation muss an die Schulen verlagert werden. Je nach Schülerzahl und Zahl der SchülerInnen mit Förderbedarf wird den Schulen ein Ressourcenrahmen zur Verfügung gestellt. Wie sich die Schulen die Klassen/ Workshops/ Seminare/ Module/ Lerngruppen/ TeamlehrerInnen/ Fördergruppen etc. organisieren, kann je nach Standort unterschiedlich sein.

Unabhängige Organisation des Unterrichts:

  • Unterrichtsorganisation soll autonom erfolgen, es  können auch zeitlich beschränkte Kurse möglich sein. Unterrichtseinheiten sollten nicht zwangsläufig mit 50 Minuten fixiert werden. Projektphasen mit freier Arbeitszeit müssen möglich werden und Stundenpläne sollen autonom auch fächerübergreifend gestalten werden können.

Personalhoheit für Schulen

  • Schulen benötigen Personalhoheit, um ihre Standortkonzepte auch durchführen zu können. Ebenso müssen Schulen Mitspracherechte bei der Besetzung von Leitungspositionen erhalten, damit diese parteipolitisch unabhängig erfolgen kann. 
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