Bundesländer
Navigation:
am 30. Oktober 2012

Gehen wir gemeinsam in die Grüne Schule

- Keine sozialen Unterschiede mehr! Die gemeinsame Schule führt zu individueller Höchstleistung und schafft sozialen Ausgleich. Sie steht allen Kindern offen und bietet die optimalen Rahmenbedingungen zum Lernen.

Die frühe Trennung von SchülerInnen mit 9 1⁄2 Jahren in Hauptschule und Gymnasium bewirkt, dass in Österreich nicht die tatsächlichen Begabungen und schulischen Leistungen, sondern Einkommen und Bildungsstand der Eltern über den Bildungsweg der Kinder entscheiden. Kinder aus einem sozial höher gestellten Umfeld wechseln viel eher in ein Gymnasium als Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Auch regional ist der Zugang zu höherer Bildung sehr ungleichmäßig verteilt.

Eine Studie des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung zeigt, dass Kinder von Wenig- und Mittelverdienern in Österreich keineswegs die gleichen Bildungschancen wie Kinder von Besserverdienern haben. Dies liegt nicht an den Leistungen der Kinder in der Schule. Im Schnitt hat ein Drittel (31,5 Prozent) der Kinder in der Hauptschule AHS-Reife, in der ersten Klasse Hauptschule sogar fast zwei Fünftel (37 Prozent).

Individuelle Begabungsförderung

Trotz des stark differenzierten Schulsystems gelingt es nicht, homogene Lerngruppen zu bilden, da die Leistungsprognose bei 9 1/2-Jährigen eher dem Zufallsprinzip bzw. sozialen Kriterien entspricht. Der Ansatz widerspricht der individuellen Begabungsförderung, der in keiner der Schulformen systematisch vorgesehen ist.

Wir fordern daher:

  • statt der frühzeitigen Trennung in Hauptschule, Neue Mittelschule, Sonderschule und AHS-Unterstufe die gemeinsame Schule der 6- bis 14-jährigen SchülerInnen. Diese Schule zielt auf die individuelle Förderung der Kinder ab
  • Differenzierung! Darunter ist nicht die Einrichtung von Leistungsgruppen zu verstehen, sondern sie zeichnet sich viel mehr durch ein hohes Maß an individuellen Fördermöglichkeiten aus, von denen die „Schwächeren“ und „Stärkeren“ gleichzeitig profitieren. Vor allem die unterschiedlchen Lernzugänge der Kinder müssen stärker berücksichtigt werden

Insbesondere skandinavische Länder, aber auch Versuchsschulen in Österreich zeigen uns mit Erfolg wie das gelingt: der Einsatz von individuellen Lernplänen, Stütz- und FörderlehrerInnen, maßgeschneiderte Leistungsvereinbarungen, Unterricht in Kleingruppen, Projekt- und Gruppenarbeiten, altersgemischte Kurs- und Lernteams ermöglichen individualisiertes Lernen, wodurch alle SchülerInnen – sowohl die schwächeren, als auch die stärkeren ­– bestmöglich gefördert und gefordert werden.

Kärchern für die Grüne Schule

„Wir geben's euch schriftlich - Gerechte Schule!", so das Motto einer Kampagne der Grünen, die heute Vormittag vor der Zentrale der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) gestartet wurde. Mit Hochdruckreinigern werden an …

Video auf Youtube
Bitte spenden - wir brauchen dich!