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am 31. Mai 2013

    Die Uni, wie wir sie uns wünschen

    Die Redaktion - Sozial, fair, offen – Österreich braucht mehr Studierende aus allen Bevölkerungsschichten, keine Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren!

    Bildung ist das entscheidende Zukunftsthema, speziell für Österreich. Aber: Die österreichischen Hochschulen sind den anstehenden Herausforderungen nicht gewachsen. Wir brauchen mehr Studierende, nicht weniger. Dazu müssen die notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt und die Qualität der Studien gesichert werden. Denn die derzeitigen Arbeitsbedingungen an den österreichischen Universitäten ermöglichen keine hochwertige Ausbildung mehr.

    Mehr AkademikerInnen, nicht weniger!

    Stagnierende bzw. sinkende Uni-Budgets führen bereits zu Aufnahmestopps und der Drohung des "Aussetzens" von Studienangeboten. Von einer vernünftigen Dimension der Betreuungsverhältnisse, qualitativ gesicherter hochwertiger Ausbildung und realistischen Studienzeiten ohne unverschuldete Wartezeiten sind wir mittlerweile weit entfernt. Die Universitäten müssen richtig finanziert werden, damit der AkademikerInnenmangel behoben werden kann.

    uni für alle!

    Wir fordern die Regierung auf, sich zu Bildung zu bekennen! Die Unterfinanzierung muss ein Ende haben! Zugangs- und Zulassungsbeschränkungen halten Studierwillige vom Studium Ihrer Wahl ab. Aufnahmetests können niemals fair sein! Die Anzahl der StudentInnen muss wachsen. Kinder aus bildungsfernen Schichten müssen den gleichen Zugang zur Uni haben wie Kinder aus Akademikerfamilien. FH-Studienplätze müssen ausgebaut werden.

    Das wollen wir:

    Für einen sozial fairen und offenen Hochschulzugang, der eine hochwertige Ausbildung ermöglicht, bedarf es mehrerer Maßnahmen:

    • Mehr Geld für die Unis. Nur mit einer deutlichen Steigerung des Universitätsbudgets um zehn Prozent jährlich ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung für alle Studierende möglich.
    • Verbesserung der universitären Infrastruktur durch Beschleunigung und Erweiterung schon existierender Sanierungs- und Bauprogramme.
    • Frühe Studienberatung bereits an Schulen.
    • Bessere Betreuung der StudentInnen - speziell zu Studienbegin.
    • Studieneingangsphasen statt Tests. In mehrsemestrigen Studieneingangsphasen wählen StudentInnen ein Bündel fachverwandter Fächer, die sich durch ähnliche Lehrinhalte am Studienbeginn anbieten. Welches von diesen dann weiterstudiert wird, entscheiden Studierende durch ihre Leistungen, ihr Interesse und ihre Einschätzung zukünftiger Perspektiven im jeweiligen Fach. Dabei erworbene Qualifikationen werden angerechnet
    • Zugang für bildungsferne Schichten erleichtern und fördern. Die soziale Selektion beginnt bereits in der Schule. Aufgrund der frühen Trennung in Hauptschule und AHS geht uns eine große Gruppe potenzieller StudentInnen verloren. Wir Grüne bekennen uns zur gemeinsamen Schule aller, zur Förderung individueller Begabungen wie zu adäquater Hilfe bei Teilleistungsschwächen
    • Gleiche Chancen für alle! Echte Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen an allen Hochschulen:
    • Studienplatzbewirtschaftung. Eine Studienplatzbewirtschaftung zeigt auf, wieviel Geld die Universitäten für eine hochwertige Ausbildung eines/einer StudentIn benötigen. Unter diesen Voraussetzungen kann von den Universitäten das Budget eingefordert werden, das es für eine qualitativ hochstehende Ausbildung für immer breitere Schichten braucht.
    Bitte spenden - wir brauchen dich!