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am 30. Juni

Blimlinger zu 2. UG-Novelle: Hochschulische Weiterbildung enorm wichtig

Eva Blimlinger - Zweite Universitätsgesetzesnovelle bringt Grundlage für hochschulische Weiterbildung und für den Quereinstieg von Pädagog*innen

„Im Mittelpunkt der Reform steht der Grundgedanke des lebensbegleitenden Lernens. Die Grenzen zwischen Hochschulbildung und Berufsbildung wurden zwar in den letzten Jahren fließender, aber gleichzeitig auch unübersichtlich, intransparenter, für Studienwerber*innen schwer überblickbar und zum Teil nicht qualitätsgesichert.  Mit der vorliegenden Novelle kommt es zu einem zukunftsweisenden Kulturwandel, der den Entwicklungen der letzten Jahre Rechnung trägt und die Lebensrealitäten der österreichischen Studierenden im Angebot der hochschulischen Weiterbildung abbildet“, zeigt sich die Wissenschaftssprecherin der Grünen, Eva Blimlinger, zufrieden mit den Errungenschaften des neuen Legistikpakets. 

Im Wissenschaftsausschuss wird heute, Mittwoch, die zweite Novelle des Universitätsgesetzes (UG) in dieser Legislaturperiode beschlossen. Dieses Gesetz ist Grundlage für ein neues Modell der hochschulischen Weiterbildung und des Quereinstiegs für Pädagog*innen. 

Im Bereich der hochschulischen Weiterbildung bringt die Reform in erster Linie höhere und transparentere Standards für die Studierenden, eine Steigerung der sozialen Durchlässigkeit sowie eine verstärkte Einbeziehung beruflicher und außerberuflicher Qualifikationen. Darüber hinaus soll das neue Studienformat des „Weiterbildungsbachelors“ verankert werden und die akademischen Titel vereinheitlicht und international vergleichbar gemacht. 

Zweiter Schwerpunkt der Hochschulrechtsnovelle ist die Verankerung eines wesentlich verbesserten und niederschwelligen Modells für den Quereinstieg von Absolvent*innen von fachlich in Frage kommenden Studien mit Berufserfahrung in den Beruf der Lehrerin oder des Lehrers der Sekundarstufe und der Elementarpädagogin oder des Elementarpädagogen. 

Von diesem Punkt der Novelle erwartet Blimlinger deutliche Verbesserungen der pädagogischen Praxis: „Die Verankerung eines Quereinstiegsmodells in Abstimmung mit den Universitäten und Pädagogischen Hochschulen wird den Bildungsbereich deutlich diversifizieren und sorgt für neue Karrierewege, von denen das österreichische Bildungssystem profitieren wird. Es freut mich, dass damit ein erster Schritt in Richtung Behebung des Lehrer*innenmangels getan ist.“ 

Abschließend zieht Blimlinger im Rahmen des letzten Wissenschaftsausschusses vor der Sommerpause zufrieden Bilanz über eineinhalb Jahre grüner Regierungsbeteiligung in der Hochschul- und Wissenschaftspolitik: „Wir haben im Bereich der Wissenschaft und Forschung in den letzten 18 Monaten schon enorm viele der Projekte, die im Regierungsprogramm verankert sind, verwirklicht. Mit dem ersten UG-Paket wurde die Anrechnung beruflicher und außerberuflicher Qualifikationen erreicht, mit dem Hochschulrechts-Reformpaket das HS-QSG, das FHG sowie eine neue rechtliche Grundlage für privatrechtlich organisierte Hochschulen umgesetzt. Darüber hinaus wurden zusätzliche 330 Studienplätze für MINT-Fächer an den Fachhochschulen ausgeschrieben und die Pädagogischen Hochschulen in die für alle Hochschulen gültige externe Qualitätssicherung aufgenommen – um nur ein paar wenige Punkte der umfassenden Reformen zu nennen.“