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am 16. Februar

Ausbildung von Lehrer_innen neu organisieren

Sigi Maurer, Harald Walser - Zur Verbesserung der LehrerInnen-Ausbildung wollen wir Grüne, dass die Pädagogischen Hochschulen in Unis eingliedert werden. Die Ausbildung der SekundarstufenlehrerInnen soll hingegen wieder getrennt werden.

Pädagogische Hochschulen in Universitäten eingliedern

Derzeit gibt es neun öffentliche Pädagogische Hochschulen (eine in jedem Bundesland außer dem Burgenland bzw. zwei in Wien) und fünf private (Burgenland, Diözese Graz/Seckau, Diözese Innsbruck - Edith Stein, Diözese Linz, Erzdiözese Wien). Für die neue LehrerInnenausbildung haben sie sich mit Universitäten zu vier Entwicklungsverbünden zusammengeschlossen - organisatorisch bleiben sie aber getrennt.

Wir Grüne wollen diese Pädagogischen Hochschulen (PH) abschaffen. Die Standorte sollen zwar erhalten bleiben, aber sie würden als eigene Organisationseinheiten wie etwa Fakultäten, Departments oder "Schools of Education" in die Universitäten eingliedert werden.

„Die derzeitigen Standorte sollen bestehen und von den Aufgaben her aufgewertet werden. Auch die Elementarpädagogik soll an ihnen verankert werden.“
Sigi Maurer, Wissenschaftssprecherin

Das ist notwendig, weil die "PädagogInnenbildung neu" derzeit einfach nicht funktioniert, begründen unsere Wissenschaftssprecherin Sigrid Maurer und unser Bildungssprecher Harald Walser die Pläne. "Es gibt auch sehr kleine Standorte mit nur wenigen Studierenden", meint Maurer. Die PH Vorarlberg und Burgenland könnten etwa kaum mehr als die Pflichtfächer anbieten. Dazu kommen extrem hohe Verwaltungskosten, fehlende Abstimmung bei den Personalbestellungen zwischen Unis und PH sowie "Absurditäten, dass man für manche Studien zwischen Eisenstadt und Klagenfurt pendeln muss".

Getrennte Ausbildung für lehrer_innen der Sekundarstufe

Als PH-Schwerpunkte bestehen bleiben sollen: die Volksschulpädagogik, die Praxisbetreuung für Studierende an den Schulen sowie die Fort- und Weiterbildung. Neu gestaltet werden soll dagegen die Ausbildung der LehrerInnen für die Sekundarstufe (Kinder ab zehn Jahre, Anm.).
"Da plädiere ich für die Wiedereinführung einer getrennten Ausbildung für die Sekundarstufe I (fünfte bis achte Schulstufe, Anm.) und die Sekundarstufe II (neunte bis 13. Schulstufe). In der Unterstufe sind die pädagogischen Aspekte stärker zu beachten, in der Oberstufe braucht es dagegen einen fachwissenschaftlichen Fokus", so Walser.

„Die gemeinsame Ausbildung der SekundarstufenlehrerInnen ist ein Fehler, der rückgängig zu machen ist.“
Harald Walser, Bildungssprecher
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