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Willi zu deutschem Dieselgipfel: Trendumkehr in Österreich dringend nötig

Grüne: Klare Maßnahmen für Gesundheitsschutz und zur Erfüllung des Pariser Klimavertrages

"Vom Verkehrsminister erwarte ich mir beim morgigen Dieselgipfel die überfällige Trendumkehr. Die Gesundheit von Menschen ist wichtiger als der Schutz offenbar zu billig konstruierter Motoren. Deshalb muss Leichtfried mehr liefern als das magere Ergebnis des deutschen Dieselgipfels", betont Georg Willi, Verkehrssprecher der Grünen.

"Das bisherige Verhalten der Autobauer zeigt leider, dass mit illegaler Abschaltsoftware und Wegschalten der Abgasreinigung die Gefährdung der Gesundheit von uns allen in Kauf genommen wurde. Die politisch Verantwortlichen haben die Tricksereien zum Teil ermöglicht, zum Teil haben sie beim Ausreizen und illegalen Betrügen jahrelang weggeschaut", erläutert Willi.

"Herausgekommen sind Dieselmotoren, die mehrfach schmutziger sind als in der Zulassung angegeben. Erst am Wochenende hat der ADAC dazu wieder neue erschreckende Daten geliefert. Der Verkehrsminister muss endlich entschlossen handeln und nicht das schmutzige Geschäft der Konzerne weiter mitbetreiben", spricht Willi Klartext.

Die Forderungen der Grünen sind daher:

1. Technische Nachrüstung der Abgasreinigung bei den Diesel-PKW, die die Real-Abgaswerte in den Bereich der angegebenen Werte bringt.  2. Die Kosten dafür und für den eventuellen Rückkauf von Fahrzeugen, falls die Nachrüstung nicht möglich sein sollte, haben die betrügerischen Konzerne und ihre österreichischen Ableger zu übernehmen.  3. Umtausch alter gegen neuere Diesel-Pkw ist abzulehnen und wäre nur ein schlecht versteckter Versuch, absehbare Ladenhüter schnell noch auf den Markt zu drücken. 4. Gesetzlich vorgesehenen Strafen gegen Konzerne für illegales Abgas-Manipulieren sind nach zwei Jahren Dieselskandal endlich zu vollziehen.

"Wir brauchen eine klare Lösung für die Zukunft: Das Bekenntnis, dass ab 2030 bei NEU-Zulassungen von Autos in Österreich keine Diesel- und Benzinmotoren mehr erlaubt sind. Die Umstellung einer Autoflotte braucht ohnehin über zehn Jahre. Daher müssen wir spätestens 2030 damit beginnen, wenn die Verkehrswende bis 2050 abgeschlossen sein soll, so wie im Pariser Klimavertrag vorgesehen. Leichtfried muss sich jetzt entscheiden und klare Schritte setzen. Weitere Versuche sich ohne klare Entscheidungen über den Wahltermin zu schummeln gehen auf Kosten unser aller Gesundheit", sagt Willi.

Rückfragehinweis:    Grüner Klub im Parlament    +43-1 40110-6697    presse@gruene.at

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OTS0072    2017-08-21/12:25

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