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Vana zu Rat der EU-GleichstellungsministerInnen: "Europa muss Backlash in Frauenpolitik stoppen"

Grüne fordern europäische Offensive für mehr Gleichstellung

In Wien findet heute ein Ratstreffen statt, bei dem die EU-GleichstellungsministerInnen Maßnahmen für die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit diskutieren. Wenig Hoffnung auf realpolitische Auswirkungen des Treffens hat Monika Vana, Vizepräsidentin und frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Europaparlament:

"ÖVP und FPÖ setzen derzeit alles daran, eine  rückwärtsgewandte Frauenpolitik umzusetzen. Es ist zu befürchten, dass  sich das beim Treffen der GleichstellungsministerInnen unter  österreichischem Ratsvorsitz widerspiegelt. Mit der schwarzblauen  Regierung kommt es in Österreich derzeit zu massiven Rückschritten für  Frauen: durch die Kürzung der Gelder für Frauenberatungsstellen, durch  die Streichung der Notstandshilfe, durch den 12-Stunden-Arbeitstag,  durch die Indexierung der Familienbeihilfe. Das darf auf Europaebene  nicht Schule machen.

Wir sehen insgesamt, dass wir uns weltweit  in einer Backlash-Phase befinden, wenn es um Gleichstellung geht. Die  Europäische Union muss hier mit einer frauenpolitischen Offensive eine  Trendwende einläuten. So  muss zum Beispiel die 2015 ausgelaufene Gleichstellungsstrategie  erneuert und eine Frauenquote für Aufsichtsräte von Unternehmen endlich  umgesetzt werden. Der einzige Weg, um Frauen nachhaltig vor Armut zu  bewahren, ist die Stärkung des sozialen Europas. Auf der Agenda des  österreichischen Ratsvorsitz steht aber offenbar das Gegenteil, wie der  von schwarzblau gestern gestrichene Sozialgipfel zeigt."

Rückfragehinweis:    Mag. Dominik Krejsa, MA    Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP    dominik.krejsa@gruene.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14446/aom

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OTS0033    2018-10-12/09:33

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