Bundesländer
Navigation:

Vana: "Mehr Frauen ins Europaparlament!"

Abgeordnete beschließen Maßnahmen zu Gleichstellung in der Steuerpolitik und zu Gender Mainstreaming für eigenes Haus

Das Europaparlament hat heute zwei Berichte zur Stärkung der Frauenrechte in der EU verabschiedet. Monika Vana, Vizepräsidentin und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion im Europaparlament, betont:

"Es  ist unfassbar, dass der Frauenanteil in börsennotierten Unternehmen in  Österreich im Jahr 2018 von 6 auf 4,8 Prozent zurückgegangen ist. Von  186 Vorständen sind nur neun weiblich. Eine EU-Richtlinie für eine  Frauenquote in Aufsichtsräten liegt beschlussfertig am Tisch. Eine  Schande, dass die Regierungen der EU-Staaten ihre Zustimmung dazu noch  immer nicht gegeben haben. Das Europaparlament hat seine Hausaufgaben  bereits gemacht. Jetzt sind die Mitgliedsstaaten am Zug, Gender  Mainstreaming endlich ernsthaft umzusetzen.

Für das  Europaparlament haben die Abgeordneten engagierte Gender Mainstreaming  Maßnahmen beschlossen. Wir Grüne haben erreicht, dass sich das  Europaparlament zu einem umfassenden Gender Aktionsplan verpflichtet  hat, mit einer entsprechenden Änderung der Geschäftsordnung. Darüber  hinaus fordern wir im Bericht Gender-Mainstreaming-Schulungen für  Abgeordnete und MitarbeiterInnen des Europäischen Parlaments, eine  geschlechtergerechte Zusammensetzung der Leitungsorgane des  Europaparlaments mit einem Frauenanteil von 50% und ein  Reissverschlusssystem bei der Erstellung von Wahllisten. Derzeit sind  nur rund 36 Prozent der Mitglieder des Europaparlaments Frauen. Der  Anteil von Frauen bei den Ernennungen von Führungskräften im  Europäischen Parlament lag 2016 bei lächerlichen 11 Prozent. 2017 konnte  er immerhin auf 33 Prozent angehoben werden. Das kann aber nur der  Anfang sein.

Eine Mehrheit der Abgeordneten hat heute auch  für einen Grünen Bericht gestimmt, der die Beseitigung von  geschlechtsspezifischer Diskriminierung in den unterschiedlichen  Steuersystemen der EU-Mitgliedsstaaten zum Ziel hat. Wir fordern  Kommission und Mitgliedstaaten auf, endlich Maßnahmen zur Förderung der  Gleichstellung der Geschlechter in allen Steuerpolitiken der EU  umzusetzen. Außerdem braucht es spezifische Leitlinien und Empfehlungen  für die Mitgliedstaaten, um sicherzustellen, dass keine neuen Steuern  eingeführt werden, welche die geschlechtsspezifischen Unterschiede  weiter vergrößern. Eine zentrale Forderung ist auch die  Individualisierung der Einkommenssteuer und die Abschaffung der "Pflege-  und Tamponsteuer" in der EU. Ein Mehrwertsteuersatz von 0% auf diese  lebenswichtigen Güter wäre hier ein sinnvoller Schritt."

Rückfragehinweis:    Mag. Dominik Krejsa, MA    Pressesprecher Dr. Monika Vana, MEP    dominik.krejsa@gruene.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/14446/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0151    2019-01-15/13:25

Bitte spenden - wir brauchen dich!