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am 3. Juli 2013

100% Atomstromfreiheit durchgesetzt

- Wir wollten 100 Prozent und wir haben 100 Prozent bekommen: Ab 2015 wird kein Atomstrom mehr nach Österreich geliefert. Strom bekommt ein „Mascherl“, das bringt maximale Transparenz für VerbraucherInnen.

Die Verbund AG und die Regierung wollten bis zuletzt, dass Speicherkraftwerke weiterhin teilweise Atomstrom verwenden dürfen. Wir Grünen sind standhaft geblieben und haben die letzte Lücke geschlossen. Die Pläne für den Ausbau der grenznahen Atomkraftwerke in Temelin (Tschechien), Mochovce (Slowakei) und Paks (Ungarn) geraten damit zunehmend unter Druck. Schon jetzt streitet sich die Tschechische Regierung, ob der Ausbau von Temelin wirtschaftlich sinnvoll ist. Sicher nicht! Und wenn der Strom nicht exportiert werden kann, werden sie es hoffentlich auch rechtzeitig vor Baubeginn merken. 

„Tschechien kann die Pläne für den Temelin-Ausbau einpacken. Den Strahlen-Strom können sie jedenfalls nicht mehr nach Österreich liefern.“
Christiane Brunner, Umweltsprecherin

Was haben die Grünen erreicht?

Die 100%-Kennzeichnung ist nur eine der Verbesserungen, die wir durchgesetzt haben. Weitere kleine Maßnahmen gegen Energiearmut, die wir realisieren konnten: Energieversorger müssen Beratungsstellen einrichten. VerbraucherInnen können sich dort über Energiesparen, Tarifwechsel und Stromkennzeichnung informieren und bekommen Hilfe, wenn Sie von Energiearmut betroffen sind. Wenn im schlimmsten Fall doch Rechnungen nicht bezahlt werden, muss es mehrere Mahnungen geben und Strom oder Gas dürfen nicht vor einem Wochenende oder Feiertag abgeschaltet werden. Damit hat man im Notfall wenigstens einen ganzen Arbeitstag Zeit, die Dinge zu regeln.

Auch beim Datenschutz von intelligenten Messgeräten haben wir einige Verbesserungen erreicht. Die Smart Meter, also digitale Zählgeräte zur Erfassung des Energieverbrauchs, werden nicht zwangsweise eingebaut und eine Viertelstundenauslesung gibt es nur, wenn man es beantragt.

Was kannst du tun?

Wer die Energiewende unterstützen will, kann zu einem besonders engagierten Ökostromanbieter wechseln. Am besten sind die Tarife mit Österreichischem Umweltzeichen für Ökostrom. NGOs empfehlen die Anbieter oekostrom AG und AAE.

Außerdem gibt es heuer ausreichend Förderung für kleine Photovoltaik-Anlagen, in Höhe von 300 Euro/kW für Anlagen bis 5 kWpeak. Wer noch ein Dach frei hat, kann eine Förderung beim Klima- und Energiefonds beantragen.

Nach der Wahl werden die Verhandlungen über Energieeffizienz und Energiesparen fortgesetzt. Unterstütze uns im Wahlkampf, gib uns deine Stimme – dann können wir gemeinsam mehr erreichen!

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