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Zug um Zug: Aktionstage der Grünen

Bahnfahrgäste belohnen, nicht vertreiben!

Massive Verschlechterung des ÖBB-Fahrplans seit 13. Dezember 2009 muss repariert werden.

Anstatt das Angebot zu verbessern, streichen die ÖBB Züge und betreiben damit aktive KundenInnenvertreibung.

Für die vielen PendlerInnen bedeuten die Fahrplanverschlechterungen längere Wartezeiten und viel Ärger: 

  • Weil für ÖBB und Stadt Wien Immobilienverwertung wichtiger als die Bahnfahrgäste ist, wurde der Südbahnhof geschlossen, lange bevor der neue Hauptbahnhof steht.

  • Auf der Schnellbahn-Stammstrecke in Wien kommt es sogar in der Hauptverkehrszeit zu 9- statt bisher 7,5-Minutenintervallen.

  • Auf der Westbahnstrecke wurden ca. 10% der Züge einfach gestrichen.

  • In der Donaustadt verkehrt die S7 nur mehr im Stunden- statt im Halbstundentakt, und die S80-Stationen Lobau, Hausfeldstraße und Hirschstetten sollen aufgelassen werden.

Die Grünen fordern:

Zuverlässige und saubere Züge. Besseres Baustellenmanagement

Baustellenbedingte Behinderungen dürfen nicht auf Kosten der Fahrgäste gehen.
Bau- und Erhaltungsarbeiten sollen ausschließlich während der Betriebspausen in der Nacht stattfinden, für umfangreichere Bauarbeiten sind – ähnlich wie beim Straßenbau – entsprechend leistungsfähige Provisorien zu schaffen, welche eine Unterbrechung des Bahnverkehrs nicht mehr nötig machen.

Schnellbahn-Milliarde für Verbesserung des PendlerInnen-Angebots

Sonderinvestitionsprogramm zur raschen Beseitigung von Kapazitätsengpässen des Bahnverkehrs in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland.

Folgende Projekte sind kurz- bis mittelfristig umzusetzen:

  • Viergleisiger Ausbau Wien Meidling - Mödling und Simmering - Stadlau, Zweigleisiger Ausbau Stockerau - Hollabrunn, Wolkersdorf - Mistelbach sowie Stadlau - Marchegg.

  • Rascher Ausbau der Pottendorferlinie sowie

  • Sanierung der Nordbahn für durchgehend 160 km/h und kürzere Zugfolge-Abstände.

  • Attraktivierung statt Einstellung von Regionalbahnen im Wiener Umland.

  • Verlängerung der S45 (Vorortelinie) entlang des HandelskaisAusbau statt Demolierung der Schnellbahn in die Donaustadt mit Erhalt ALLER Stationen.

Attraktive Öffis, um das Klima zu schützen

Österreich ist schon lange kein Umweltmusterland mehr, sondern das Klimaschutz-Schlusslicht der EU. Als Hauptverursacher weist der Verkehrssektor die höchsten Steigerungsraten beim CO2-Ausstoß auf (+90% gegenüber 1990). Dennoch werden rund um Wien weitere Autobahnen gebaut bzw. geplant (z.B. die Lobauautobahn) und gleichzeitig der Öffentliche Verkehr kaputtgespart und Bahnlinien stillgelegt.
Damit muss Schluss sein. Die bis zu 5 Milliarden Euro, die alleine der Autobahnring um Wien die SteuerzahlerInnen kosten wird, wären besser in funktionierende öffentliche Verkehrsmittel zum Nutzen der von Mensch und Umwelt investiert.

Bitte in der rechten Spalte die Petition unterschreiben. Danke.