Erstaunt zeigt sich unsere Jugend- und Zivildienstsprecherin Tanja Windbüchler-Souschill über den Vorstoß des Bundespräsidenten Heinz Fischer, junge Frauen in die allgemeine Wehrpflicht zu integrieren.
"Hier wird leider das Pferd von hinten aufgezäumt. Wenn Frauen das gleiche tun müssen wie Männer ist das noch lange keine Umsetzung von Gleichbehandlung und Gleichberechtigung. Ich halte es für einen großen Fehler, wenn die Militarisierung und die Ausübung von Zwangsdiensten - unter dem Deckmantel der Emanzipation - in der Gesellschaft vorangetrieben werden. Alleine die Abschaffung der Wehrpflicht würde junge Frauen und Männern aktiv gleich behandeln", so Windbüchler-Souschill und weiter:
"Die Legitimation der allgemeinen Wehrpflicht wird nicht gestärkt durch Frauen beim Bundesheer. Im April 1998 kamen die ersten Frauen in die Kasernen, bis heute sind sie eine Minderheit. Die Debatte um die allgemeine Wehrpflicht kann und darf nicht am Rücken junger Frauen und Männer ausgetragen werden. Jegliche Formen des Zwangsdienstes sind strikt abzulehnen. Jugendliche müssen in ihrer Zukunft ohnehin schon den Schuldenberg des Staates abtragen, sie sollen nicht auch noch ihr physisches Kapital für den militärischen Zwangsdienst einsetzen müssen!"