Die Grüne Verkehrssprecherin Gabriela Moser findet die Aussagen von VP-Staatssekretär Reinhold Lopatka zur Situation der ÖBB ungeheuerlich. "Lopatka sollte den Mund nicht so voll nehmen. Den an der Lage der ÖBB, an deren Überschuldung trägt seine Partei, die ÖVP die Hauptverantwortung." Moser erinnert an das Milliarden-Investitionspaket der schwarzblauen Regierungszeit. "Das mangelnde Service wurde durch die damalige Zerschlagung der Strukturen mitverursacht. Ebenso wurde damals versäumt, bessere Dienst- und Pensionsregelungen zu schaffen." Jedenfalls spricht sich die Grüne Verkehrssprecherin dezidiert gegen eine Privatisierung nach der Krise aus: "Das führt wieder nur dazu, dass sich private Investoren die Rosinen rauspicken."
Vielmehr fordert Moser, dass die ÖBB endlich "aufhören, wie ein Baukonzern zu agieren, und stattdessen auf Kundenorientierung umschwenken." Dazu müsse das Mangement auf Vordermann gebracht werden. Zudem sollen wichtige Infrastrukturprojekte aus dem Budget gezahlt werden. Außerdem verlangt die Grüne, eine Attraktivierung der Regionalbahnen durch Ausschreibung und Bestellung eines Taktfahrplans.