Österreichs Universitäten wurden jahrelang ausgehungert. 2007 gibt es erstmals eine deutliche Erhöhung des Universitätsbudgets, 2008 stagniert es aber wieder (und liegt sogar unterhalb der Inflationsrate). Unter diesen Rahmenbedingungen kann der universitäre Betrieb nicht aufrecht erhalten und eine hochwertige Ausbildung der Studierenden nicht gewährleistet werden.
Grüne Forderungen:
Um gute Forschungs- und Studienbedingungen zu garantieren, brauchen Universitäten nicht nur eine einmalige, sondern eine mehrjährige Steigerungsrate ihres Budgets. Hier wollen wir uns nicht mit dem EU- oder OECD-Schnitt vergleichen, sondern mit Spitzennationen. Diese investieren das Doppelte und Mehr ihres Bruttoinlandproduktes (BIP).
(In Österreich betrug das Hochschulbudget im Jahr 2004 etwa 1% des BIP, in Finnland und Schweden 1,8%, in Kanada 2,4 %. Quelle: OECD-Indikatoren, 2006, S.233)
Investitionen in die Universitäten machen sich bezahlt. Mehr AkademikerInnen mit Spitzenausbildung und mehr ForscherInnen heben nicht nur Wachsstum und Wettbewerbsfähigkeit, sondern sichern auch Wohlstand und Beschäftigung.
Das Universitätsbudget (Globalbudget für die Universitäten) soll jährlich um 10 Prozent angehoben werden, so dass es bis zum Jahr 2010 bei knappen 3 Milliarden Euro liegt (ca. 1,1% des BIP). Das allgemeine Hochschulbudget soll mittelfristig auf 2 Prozent des BIP angehoben werden. Dies wird sich nur innerhalb von zwei Legislaturperioden bewältigen lassen.
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Verantwortlich für den Inhalt: Prof. Dr. Kurt Grünewald, Grüner Universitätssprecher und Abgeordneter zum Nationalrat; Mag.a Christina Heintel, ehem. Universitäts-und Forschungsreferentin des Grünen Klubs im Parlament.