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26.01.2012 13:45

Studiengebühren: Gestalten jetzt die Länder die Hochschulpolitik?

"Unsere einheitliche Hochschulpolitik im Bund darf nicht aufs Spiel gesetzt werden", warnt unser Wissenschaftssprecher, Kurt Grünewald, in Reaktion auf das Vorpreschen der Salzburger SPÖ in Richtung Studiengebühren. "Wenn Schulen, Universitäten und Fachhochschulen nun verländert werden, dann sind die Vereinigten Staaten von Österreich nicht weit."

"Aber die Aussage, dass Studiengebühren nur dann vertretbar wären, wenn gute Studienbedingungen und ein sozial ausgewogenes Stipendienwesen geboten werden können, verunmöglicht Studiengebühren über viele Jahre. Allein die vorhandenen Strukturschwächen, Baumängel und vielerorts unzureichende technische Ausstattungen zu beseitigen würde ein Budget benötigen, von dem die Unis und FHS derzeit nur träumen. Die Quote der Studienbeihilfen-EmpfängerInnen müsste sozial ausgewogen sein. Das würde mehr Geld kosten, als durch Studiengebühren lukriert werden kann", betont Grünewald.

"Wenn die Stimmen aus Salzburg ernst zu nehmen sind, dann wird es unter diesen Auflagen in absehbarer Zeit keine Studiengebühren geben. Wir Grüne lehnen regional unterschiedliche Lösungen strikt ab. Wir dürfen aus der Hochschulpolitik keinen Fleckerlteppich werden lassen", warnt Grünewald.

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