Landwirtschaftsminister Berlakovich ist jetzt auf allen Ebenen gefordert: „Er muss für die Bäuerinnen und Bauern und für den Naturschutz kämpfen“, appelliert Christiane Brunner, Umwelt- und Energiesprecherin der Grünen angesichts der drohenden Enteignungen im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung des ÖBB-Kraftwerks Spullersee.
Das am Oberlauf des Lechs gelegene Kraftwerk im Naturpark Tiroler Lech befindet sich in einem Natura 2000-Gebiet und sollte deshalb unter besonderem Schutz stehen. Derzeit versucht die ÖBB durch Zwangsenteignungen von rund hundert LandwirtInnen an die notwendigen Flächen zu kommen. „Der Nutzen des weiteren Ausbaus von Großwasserkraft ist in Österreich ohnehin höchst umstritten. Spätestens bei Natura 2000-Gebieten muss allerdings Stopp sein. Berlakovich hätte im Rahmen des Masterplans Wasser die Möglichkeit gehabt, solche No-Go Areas einzurichten. Nun muss er seine Versäumnisse wieder gut machen und sich entschieden für die Bergbauern und für das Naturjuwel Lech einsetzen“, fordert Brunner.