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25.02.2009 12:44

Preis für BFJ - Burschenschaft unterstützt Neonazis mit Geldpreis!

In den jüngsten Monaten  wurden wir an vieles gewohnt: ein Burschenschafter der rechtsextremen „Olympia“ als 3. Nationalratspräsident, seine Büromitarbeiter, die beim  Neonazi -„Aufruhr“- Versand bestellt haben, Funktionäre des RFJ (Ring Freiheitlicher Jugend), die ebenfalls beim „Aufruhr“-Versand bestellt haben oder "zumindest" antisemitische oder rassistische Sprüche von sich gegeben haben.
Allerdings: die offene und unverhohlene Unterstützung einer rechtsextremen Organisation, deren wesentliche Funktionäre wegen des Verdachts der Wiedererrichtung einer NS-Organisation vor Gericht standen (§ 3a Verbotsgesetz, in 1. Instanz freigesprochen), das hat es noch nicht gegeben!

Neue braune Maßstäbe

Die Burschenschaft Libertas hat  mit dem Zuspruch des von ihr ausgelobten Carl von Hochenegg-Preises an den Bund Freier Jugend (BFJ) für dessen „volkstreue Aktivitäten“, die von der Bevölkerung „stark wahrgenommen“ worden seien, neue Maßstäbe im rechtsextremen Milieu gesetzt!

Ob der Preis 2007 oder 2008 zugesprochen wurde, geht aus  der Homepage der „Libertas“ nicht hervor. Seit 2003/2004 stand der BFJ unter dem Verdacht der NS- Wiederbetätigung. Seit 2007, als eine Veranstaltung des BFJ in St. Johann/Pongau durch die Exekutive aufgelöst und Anzeige wegen NS- Wiederbetätigung erstattet wurde, haben sich einschlägige Neonazi-Gruppen für die Aufhebung des Verbotsgesetzes und die Freilassung “politischer Gefangener“ ausgesprochen.

BFJ ganz weit rechtsaußen

Der BFJ steht – unabhängig von der Frage, ob er, wie ihm die Anklage vorgeworfen hat, die Wiedererrichtung der NSDAP oder einer ihrer Teilorganisationen betrieben hat – am äussersten rechten Rand des politischen Spektrums. Er ist eine neonazistische Gruppe , die sich selbst im Spektrum der „autonomen Nationalisten“ einordnet und beste Kontakte zu Neonazi-Gruppen in aller Welt pflegt. Der BFJ war übrigens nicht als Verein angemeldet – der Geldpreis der „Libertas“ wird dennoch seine Adressaten erreicht haben!

Rechtsextreme Aktivitäten nach wie vor präsent

Der BFJ, der noch bis vor kurzem über die website www.b-f-j.de (sic!) erreichbar war, tritt nicht mehr als BFJ in Erscheinung, sondern ist über die Website http://www.junge-aktion.com erreichbar. Diese Seite ist verlinkt mit der Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP), dem rechtsextremen Drehkreuz in Österreich. Rechtsextreme bzw. neonazistische Aktivitäten sind im oö. Zentralraum nach wie vor präsent (zuletzt die Schmierereien im ehemaligen KZ Mauthausen).

Politiker mit dunkelbraunen Westen

Eine Burschenschaft, die ganz offen einen Preis für derartige Aktivitäten zuspricht und noch dazu in einer Situation, wo die maßgeblichen Aktivisten dieser Organisationen wegen NS-Wiederbetätigung angeklagt waren – das ist ein starkes Stück! Wer aber sind die Mitglieder dieser Burschenschaft? Ein Nationalratsabgeordneter der FPÖ (Walter Rosenkranz), ein ehemaliger Landesrat der FPÖ OÖ (Hans Achatz), ein prügelnder Uni-Rat und ein langjähriger Obmann des Freiheitlichen Akademikerverbandes (Reimer Timmel), der ein bekennender Fan von Horst Mahler (deutscher Neonazi und glühender Antisemit) ist.




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