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Gezielte Mangelernährung für helleres Fleisch

In den Tiroler Landwirtschaftlichen Blättern (Zeitung der Landwirtschaftskammer Tirol) vom 20. Jänner 2011wird mit dem Titel „Projekt Tiroler Kalbl“ für die Fütterung von Kälbern empfohlen, mehr Kraftfutter und weniger Raufutter (z.B. Heu) zu verabreichen, um die Fleischfarbe für die KonsumentInnen aufzuhellen.

Dass in einem Bundesland mit so viel Grünland und Almen, in dem es mehr als ausreichend artgemäßes Futter für Kälber gibt, eine derartige Beratung noch dazu unter dem Projekt-Titel „Tiroler Kalbl“ stattfindet –  zeugt von einer völligen Entfremdung der bäuerlichen Beratung und von einer Unterschätzung der Konsumentinnen und Konsumenten. In der Praxis heißt das, die Kälber sollen mit einem eisenarmen Milchersatz („Milchaustauschern“) gefüttert werden, um anämisch zu werden, was zum erwünschten blassrosa Farbton des Kalbfleisches, also des Endproduktes, führen soll.

Kälber brauchen jedoch zur Entwicklung ihrer Verdauungsorgane Eisen in ihrem Futter, das sie über grob strukturiertes Futter wie Heu aufnehmen können. Wenn sie es nicht bekommen, lecken die Kälbchen – sich nach Eisen sehnend – die uringetränkten Holzlatten und jegliche Metallgegenstände ihrer Box. Infolge dieser einseitigen Ernährungsweise sind sie für Krankheiten wie schwerem Durchfall und Lungenentzündung empfänglich und benötigen oft Antibiotika und andere Medikamente. Damit das Fleisch nicht zu gut durchblutet und damit zu dunkel wird, werden die Kälber auch meist in schmalen Einzelboxen gehalten. Etwa dreieinhalb Monate nach ihrer Geburt werden die Tiere geschlachtet und auf den Märkten als 'zartes Kalbfleisch' angepriesen.

Grüne Parlamentarische Anfragen an den Gesundheits- und Landwirtschaftsminister:

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23 Anfragen - vom Singvogelfang in OÖ bis zu den illegalen Welpentransporten

Aktuelle Grüne parlamentarische Anfrangen

Insgesamt 23 Anfragen haben wir aktuell im Paralament gestellt. Im folgenden Dokument finden Sie alle unsere Anfragen und deren jeweilige Beantwortung zum Download:

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Ignoriert, vertagt, abgelehnt - aber 2x angenommen!

Unsere Anträge für den Tierschutz

Einsatz für den Schutz der Tiere ist mühsam. Nur allzu oft stößt man auf taube Ohren der RegierungspolitikerInnen. Wir Grüne lassen aber nicht locker und pochen beharrlich auf jede Option, die das Leben der Schwächsten lebenswerter macht.

Welche Forderungen wir in Anträgen Ausdruck verliehen haben, welche abgelehnt oder angenommen wurden, seht ihr im folgenden PDF-Dokument:


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Grüner Erfolg für EU-Tierschutzstandards!

Unser Einsatz hat sich einmal mehr gelohnt. Bei unseren Verhandlungen mit den Tierschutzsprechern der anderen Fraktionen am 19. November 2009 konnten wir zentrale Punkte aus unseren Grünen Entschließungsanträgen zur Verbesserung der EU-Tierschutz-Standards durchsetzen wie zum Beispiel die konsequente Umsetzung des EU-Tierschutzrechtes in allen Mitgliedsstaaten und damit verbunden verstärkte Kontrollen, eine maximale Tiertransportdauer von 8 Stunden, das Verbot der Aufzucht und Haltung von Legehennen in Käfigen in der EU und ein EU-weites Verbot von Hunde-, Stier- und Hahnenkämpfen - um nur einige zu nennen.

Diese grünen Forderungen zum Schutz der Tiere konnten wir durchsetzen >>

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Grüne Tierschutz-Aktivitäten

 

Schutz der Tiere beim Tiertransport

Noch immer werden Rinder, Pferde, Schweine über Tausende von Kilometern transportiert und müssen eng in Transportern zusammengepfercht unvorstellbares Leid ertragen. Noch immer werden Subventionen für Zuchttierexporte bezahlt, so dass sich lange Transporte lohnen. Noch immer sind die Kontrollen völlig unzureichend und stehen viel zu wenig Tränke- und Labestationen sowie Notversorgungsstellen zur Verfügung. Die EU-Tiertransport-Regelungen verhindern nicht, dass Tiere endlos transportiert werden können.

Bei der letzten Sitzung des Nationalrates haben die Grünen diesen Entschließungsantrag betreffend Schutz der Tiere beim Transport eingebracht (Zuweisung Gesundheitsausschuss, der Antrag muss spätestens innerhalb von 6 Monaten behandelt werden).

Wir werden um die Unterstützung aller im Parlament vertretenen Parteien werben:

Entschließungsantrag zum Schutz von Tieren beim Transport (PDF, 168.8 KB)


Verbesserung der EU-Tierschutzstandards

Die Ergebnisse von Eurobarometer-Umfragen (u.a. zu den Themen Tiertransporte, EU-Tierschutzaktionsplan, Klonen von Nutztieren) beweisen eindrucksvoll, dass den BürgerInnen Europas der Tierschutz ein wichtiges Anliegen ist. Es herrscht Übereinstimmung unter den Menschen, dass Tiere als leidensfähige Mitlebewesen sind und unseren Respekt und Schutz verdienen. Tierschutz betrifft eine Vielzahl ethischer, sozialer und wirtschaftlicher Fragen und ist damit eine Herausforderung für die Politik und die europäische Zivilisation und Kultur.Das Tierschutz-Protokoll, welches als Teil des Vertrages von Amsterdam angenommen wurde, anerkennt Tiere als „fühlende Wesen“ und schreibt die Vereinbarkeit mehrerer Politikbereiche mit dem Tierschutz vor. Der EU-Tierschutzaktionsplan für die Jahre 2006-2010 soll erstmals dieses Tierschutzprotokoll in ein integriertes Gesamtkonzept für die Weiterentwicklung des Tierschutzes in Europa umsetzen und in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden.

Folgenden Antrag zur Verbesserung von Tierschutzstandards haben wir eingereicht:

Entschließungsantrag zur Verbesserung der EU-Tierschutzstandards (PDF, 205.8 KB)


Tierschutz in der Verfassung

Im März 1996 unterstützten 459.443 Personen im Rahmen des Tierschutz-Volksbegehrens die Forderung nach einem Bundestierschutzgesetz und die Forderung, dass Tierschutz als Staatszielbestimmung in die Verfassung aufgenommen werden möge.Die Verankerung des Tieres als Mitgeschöpf im Bundestierschutzgesetz ist bereits ein erster Schritt, um die hohe ethische Verpflichtung und Verantwortung des Einzelnen gegenüber dem Tier als leidensfähiges Wesen hervorzuheben. Um den besonderen Stellenwert des Tierschutzes in der österreichischen Rechtsordnung zu dokumentieren, muss der Tierschutz jedoch auch in Form einer Staatszielbestimmung in der Verfassung verankert werden.

Folgenden Antrag zur Verankerung des Tierschutzes in der Verfassung haben wir eingereicht:

Entschließungsantrag zur Verankerung des Tierschutzes in der Verfassung (PDF, 89.6 KB)


Verbot von Robben-Produkten

Weltweit werden jedes Jahr Hunderttausende Robben getötet - der größte Teil von ihnen in Kanada im Frühjahr, wo alljährlich die Jagd auf zahlreiche Sattelrobben und Klappmützen freigegeben wird. 95 Prozent dieser Robben sind noch keine drei Monate alt. Die bei den Robbentötungen angewandten Tötungsmethoden sind aus Tierschutzsicht mehr als bedenklich. Die Tiere werden oft nur mangelhaft betäubt und sind bei der Häutung bei Bewusstsein. Viele BürgerInnen äußern daher seit Jahren schwerste Bedenken hinsichtlich des Handels mit Erzeugnissen, die von Robben stammen, die unter entsetzlichen Schmerzen, Qualen und anderen Leidensformen getötet und gehäutet wurden.

Folgenden Antrag zum Schutz von Robben haben wir beim Parlament eingereicht:

Entschließungsantrag zum Einfuhrverbot von Robben-Produkten (PDF, 105.3 KB)

 

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Elfenbeinhandel weltweit eindämmen!

Im März 2010 fand die 15. Konferenz des Washingtoner Abkommens in Dohar, Katar, statt. Die afrikanischen Länder Tansania und Sambia verlangten eine Lockerung des Schutzstatus von Elefanten. Angesichts der Tatsache, dass jährlich schätzungsweise 30.000 Elefanten für den Elfenbeinmarkt sterben und mittlerweile in weiten Teilen Afrikas und Asien zur hochgefährdeten Spezies zählen, lehnten wir Grüne dieses Vorgehen entschieden ab. Aus diesem Grund haben wir im Parlament einen Antrag zum Schutz der Elefanten eingebracht:

Die österreichische Vertretung hat sich jedoch bei dieser Artenschutzkonferenz nicht für den Schutz, sondern für die Lockerung des Elefantenschutzes eingesetzt, obwohl in den Ländern Tansania und Sambia, die diese Lockerung beantragten, massive Probleme mit Elefanten-Wilderei und illegalem Elfenbeinhandel bestehen. Nur der Ablehnung zahlreicher anderer CITES Vertragsstaaten, einschließlich der großen Mehrheit afrikanischer Länder mit Elefantenbeständen, ist es zu verdanken, dass die Anträge Tansanias und Sambias letztlich scheiterten.

Sh. auch unsere Parlamentarische Anfragen zu diesem Thema:

Grüne unterstützen Elefantenschutz-Aktion des IFAW Aktion der IFAW, unterstützt von den Grünen, zum Schutz der Elefanten am 28. Jänner am Stephansplatz, Wien
(Bild linkt auf Flickr-Bildergalerie).


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